Zwei Schülerinnen aus Uruguay sind zu Gast an der KGS Sehnde

Schulleiterin Helga Akkermann (links) und Spanisch-Lehrer Stefan Sippel (rechts) begrüßen die Austauschschülerinnen Milagros Schmidt (links) und Sofia Lousada (rechts) aus Uruguay mit ihrer deutschen Gastgeberin Fidelia Siegismund. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Spanisch-Lehrer Stefan Sippel koordiniert Austausch mit Südamerika-Jugendlichen

SEHNDE (hdb). Im südamerikanischen Uruguay herrschen zurzeit hochsommerliche Temperaturen, die Jugendlichen genießen infolgedessen ihre dreimonatigen Ferien. Die Schulbank drücken dennoch Milagros Schmidt und Sofia Lousada – allerdings nicht in ihrem Heimatland, sondern an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde.
Den Schüleraustausch ermöglichen gute Kontakte zur Deutschen Schule in Uruguays Hauptstadt Montevideo und dem persönlichen Engagement von Spanisch-Lehrer Stefan Sippel. Nach einem Auswahlverfahren hatten sich die beiden Mädchen mit weiteren 31 Schülerinnen für den Austausch qualifiziert, sind allerdings auch nicht zum ersten Mal in Deutschland, das etwa doppelt so groß wie das Land am Atlantischen Ozean ist. Dort lernen die Jugendlichen häufig schon im Kindergarten die deutsche Sprache. Bei Milagros wollten es vor allem die Eltern so, wie die Südamerikanerin erläuterte. Das erklärt sich wohl aus der Familiengeschichte, denn ihr Großvater stamme aus Deutschland.
Beide Mädchen freuen sich während ihres knapp vierwöchigen Aufenthaltes auf den täglichen Unterricht an der KGS und nutzen ausgiebig die Chance, ihr Deutsch zu verbessern. Umgekehrt profitieren auch KGS-Schüler im Spanisch-Unterricht von ihrer Muttersprache. Die 16-jährige Milagros ist bei der Familie Siegismund in Höver aufgenommen worden. Deren Tochter Fidelia nimmt seit der 6. Klasse am Spanisch-Unterricht teil. Nach dem Unterricht gehen die Mädchen gern ins Fitnessstudio. Auch entlang des „Roten Fadens“ haben sie schon die Landeshauptstadt Hannover erkundet. Natürlich lernen sie auch die unterschiedlichen Schulsysteme und andere Lebensverhältnisse kennen. „Bei uns wird zum Beispiel nicht so früh Abendbrot gegessen wie in Deutschland“, berichten Sofia und Milagros gut gelaunt. Noch bis zum 8. März dauert ihr Deutschland-Aufenthalt, dann geht es in einem 13-stündigen Flug zurück in die Heimat. Dort will die Elftklässlerin Milagros dann demnächst ihr Abitur in den Fächern Mathematik und Physik machen – in deutscher Sprache, wie sie stolz betont.