Volle Neujahrsempfangs-Bühne bei der Ehrung von verdienten Ehrenamtlichen in Sehnde

Richtig voll wurde es auf der Bühne des KGS-Forums, als Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (2.v.re.) das Mitarbeiterteam der Sehnder Tafel zu Ehrung aufrief. (Foto: Walter Klinger)
 
Mit Urkunde und Blumenstrauß ehrte, assistiert von seiner ehrenamtlichen Vertreterin Maike Vorholt (im Hintergrund) Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke unter dem Beifall des vollbesetzten Forums Hannelore Verhoef (rechts) und Ilse Müller (Mitte) für ihr jahrzehtelanges ehrenmatliches Engagement. (Foto: Walter Klinger)

Lehrke: "Die Vielfältigkeit und Qualität der ehrenamtlichen Arbeit in Sehnde sucht seinesgleichen"

SEHNDE (r/kl). Die Ehrung verdienter Ehrenamtlicher vor allem im sozialen Bereich war der abschließende Programmhöhepunkt des bürgeroffenen Neujahrsempfanges der Stadt Sehnde im dabei übervollen Forum der KGS. "Die Vielfältigkeit und Qualität der ehrenamtlichen Arbeit in Sehnde sucht seinesgleichen und ist eine der Stützen unseres gesellschaftlichen Lebens", würdigte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke.
Es werde ihm nicht gelingen, bei dieser Gelegenheit alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, Vereine und Verbände zu nennen. "Mit Blick auf das vergangene Jahr fallen mir sofort viele Aktionen und Hilfsleistungen ein: der Einsatz der Feuerwehren und Hilfsdienste beim Hochwasser in Hitzacker, die Unterstützung anlässlich des internationalen Frauentages und der Frauenkulturtage, die Aktion "Hoffnungsschimmer" gegen häusliche Gewalt, die Schulhofneugestaltung der Grundschule Breite Straße, der erfolgreiche Seniorenfahrdienst des Seniorenbeirates, die vielfältige Initiative und das Engagement des Seniorenbeirates zum Beispiel zur Ansiedlung eines Augenarztes, die Graffitis der Jugendlichen in der Mittelstraße, das Herz für Liebesschlösser, die mittlerweile achte Ausgabe der "Sehnder Zeitreise" und auch der neue Sehnde-Film.
"Ich danke allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, deren Einsatz unsere Stadt so liebens- und lebenswert macht. Sie sind die Stütze im gesellschaftlichen Leben und im örtlichen Miteinander. Nur weil Sie als freiwillige Helferinnen und Helfer im Hintergrund für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger und für die Gemeinschaft da sind, ist unsere Stadt so attraktiv, wie wir sie kennen und schätzen. Vielen Dank für Ihren Einsatz! Bitte machen Sie bitte weiter so!", lobte der Bürgermeister.
Besonders geehrt wurden an diesem besonderen Abend Hannelore Verhoef, in der Sehnder Ortsgruppe des Heimatbundes von 2000 bis 2005 Schriftführerin und seit 2005 auch die Vorsitzende. Zu ihren Projekten zählen unter anderem die Aufstellung von Gedenksteinen für die untergegangenen Ortschaften im Bereich Sehnde die Anbringung von Straßenlegenden-Schildern, die Restaurierung der historischen Straßentafeln des Künstlers Carl Palm, das Anbringen der Erläuterungstafeln an der Heilig-Kreuz-Kirche und dem Pfarrwitwenhaus als den ältesten beiden Bauwerken in Sehnde sowie viele verschiedene Ferienpassaktionen.
Außerdem zählte sie zu den Gründungsmitgliedern des Regionalmuseums Sehnde und war dort von 2001 bis 2012 Schriftführerin. In der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sehnde bietet Hannelore Verhoef seit 14 Jahren einmal im Monat den Mittagstisch für Seniorinnen und Senioren. Hier legt sie ganz besonderen Wert auf die Verwendung regionaler Produkte.
Von 2000 bis 2012 gehörte sie dem Kirchenvorstand an. In dieser Zeit engagierte sie sich unter anderem für den Aufbau der Krippe Bonhoeffer-Arche. Noch heute gehört sie dem Krippenausschuss an. Seit 18 Jahren ist Hannelore Verhoef auch Mitglied im Leitungsteam des Gesprächskreises der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde.
Ebenfalls die besondere Ehrung beim Neujahrsempfang erfuhr Ilse Müller, die 1987 in den Reichsbund (heute Sozialverband Deutschland, SoVD) eingetreten ist. Das war vor fast auf den Tag genau vor 27 Jahren. Seit November 1987 ist Ilse Müller die 1. Vorsitzende des SoVD-Ortsverband Haimar. Von Anfang an – und das sind über 60 Mal - sorgt sie für das leibliche Wohl bei der DRK- Blutspende in Haimar.
Bereits mehr als 30 Jahre ist Ilse Müller in Haimar sozial engagiert und für Seniorinnen und Senioren als Hilfe bei der offenen Frauenstunde in der Kirche tätig. In dieser Gruppe wird auch für Basare liebevoll gehandarbeitet und gebastelt - der Verkaufserlös kommt dann nicht selten der Kirchengemeinde St. Ulrich zu Gute.
Außerdem organisiert sie seit vielen Jahren die monatlichen Seniorinnen und Senioren-Fahrten bzw. Kaffeefahrten.
Richtig voll wurde es auf der Bühne des KGS-Forums, als der Bürgermeister das Team der Sehnder Tafel hier herauf bat. Das Mitarbeiterteam der Sehnder Tafel versorgt jede Woche samstags bedürftige Familien aus Sehnde mit Lebensmitteln.
Mit privaten Pkws werden die Lebensmittel und Backwaren von den unterstützenden Geschäften und Unternehmen abgeholt. "Die Liste dieser Unternehmen ist wirklich beeindruckend", würdigte der Bürgermeister.
Danach werden die Lebensmittel sortiert und an mehr als 70 Familien und Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt rund 350 Personen ausgegeben. Der Zeitaufwand für diese Arbeiten beträgt 34 Wochenstunden. Damit leistet das Team rund 1.800 Stunden jährlich an ehrenamtlicher Arbeit für Menschen, denen es nicht so gut geht.
Seit August 2012 wird von dem Team regelmäßig auch ein Großflohmarkt zu Gunsten der Sehnder Tafel organisiert. "Vielen Dank für Ihr Engagement! Machen Sie bitte weiter so!", lobte Carl Jürgen Lehrke.