Viel befahrene B 65 bereitet Sorgen in Rethmar

Landesverkehrsminister Olaf Lies (2.v.re.) und die Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann (Mitte) im Gespräch mit Anwohnern und Ortsbürgermeister Jäntsch an Straßenbaustelle in Rethmar. (Foto: Walter Klinger)

Minister Olaf Lies war hier und in Bolzum vor Ort

RETHMAR (r/kl). Olaf Lies, der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende und Minister für Wirtschaft und Verkehr in Niedersachsen,war noch vor der Landtagswahl der Einladung der Sehnder SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Silke Lesemann gefolgt, um sich über den Stand der Sanierung der Ortsdurchfahrten in Rethmar und Bolzum zu informieren.
In Rethmar wird die Fahrbahn der B 65 erneuert und in Bolzum die L 410. „Ich freue mich, dass die Arbeiten voran gehen - ich habe mich jahrelang für die Sanierungen eingesetzt. Auch wenn die Bauarbeiten für die Anwohner und Anlieger gerade nervig sind, können wir uns hinterher über die neuen Straßen freuen“, sagte Lesemann.
Lies traf Lesemann sowie Rethmars Ortsbürgermeister Matthias Jäntsch (SPD), Ortsratsmitglieder und Anlieger der B 65 vor dem Dorfladen in Rethmar. Die Anlieger machen sich Sorgen, dass es zu Verzögerungen kommen könnte. Lies versprach, dem Ortsrat zeitnah eine Antwort auf diese Frage zu liefern.
„Die Arbeiten dürfen unter Umständen auch länger dauern, müssen aber natürlich ordentlich erledigt werden“, betonte Lies. Sollte es zu Komplikationen kommen, müsse dies den Anwohnern detailliert erläutert werden, versprach der SPD-Politiker. Weil unter der abgetragenen Straßendecke altes Kopfsteinpflaster gefunden wurde, sollen die Bauarbeiten jetzt am 20. November enden.
Sorgen bereitet den Anwohnern auch der Verkehrslärm: Die B 65 ist auch nachts stark befahren. Eine Anwohnerin berichtete, Lkw würden sie als Mautvermeidungsroute nutzen. „Das wäre eine zusätzliche Belastung, das geht gar nicht“, sagte Lies. Man könne dem aber begegnen, indem ein spezielles Verkehrsmessgerät an der Straße installiert wird. Dieses würde registrieren, welche Fahrzeuge die Ortschaft passieren und mit welcher Geschwindigkeit.
Ein Wunsch der Anwohner ist auch, die Geschwindigkeit nachts auf 30 km/h zu begrenzen. Es handele sich um eine Bundestraße und er sehe dafür derzeit „keine reelle Chance“, so Lies. Er stellte aber in Aussicht, dass die Ortschaft in das Modellprojekt Tempo 30 der Landesregierung aufgenommen werden könnte.
Dieser Modellversuch soll eine Laufzeit von drei Jahren haben und auf einzelnen Strecken in Kommunen unterschiedlicher Größe durchgeführt werden. Ziel des Modellprojektes ist es, Daten über die Auswirkungen von Tempo 30 innerorts auf Lärm, Luft, Sicherheit und Verkehrsfluss zu erhalten.
Anschließend fuhren Lies und Lesemann weiter zur zweiten Baustelle in Bolzum: Die Sanierung der Ortsdurchfahrt L 410. Hier sollen die Arbeiten bis zum 16. Oktober abgeschlossen sein. Letzte Station des Tages: der Dorfladen in Bolzum. : Der Minister fand das mit viel ehrenamtlichen Engagement getragene Projekt „sehr spannend und nachahmenswert“.