Upcycling - das Thema der "Kunsttage Sehnde"

Die Besucherzahlen der "Kunsttage Sehnde" steigen stetig, beobachtet der Geschäftsführer der veranstaltenden "Stadt Events" Mario Giovelli. (Foto: Dana Noll)
Sehnde: Kooperative Gesamtschule Sehnde |

Ein Beitrag von Dana Noll - In der KGS wurden kreative Ideen rund um Frühling und Ostern gezeigt

SEHNDE (dno). Bereits zum 7. Mal präsentierten sich die Kunsttage in der KGS Sehnde, organisiert von Stadt Events, nicht minder kreativ und einfallsreich als in den Vorjahren.
Das Spektrum reichte von österlichen Floristikarbeiten, Glaskunst, Keramik für Heim und Garten, textilen Accessoires, Metallschmiedearbeiten bis hin zu Malereien, Stoffpuppen sowie vielfältigen Schmuckkreationen. Dabei zeigte sich, das „Upcycling“, also das Umwandeln von Abfallprodukten oder scheinbar nutzlosen Stoffen in neuwertige Produkte, das Trendthema in diesem Jahr war.
So gesehen bei Veronika Schwarz, die aus alten Kaffeekapseln zahlreiche attraktive Schmuckstücke wie beispielsweise Armbänder oder auch Dekorationsartikel wie Windlichter zauberte.
Auch Omas alter Besteckkasten bekommt durch Ingrid Laube „eine neue Bestimmung“. Die Hobby-Künstlerin aus Neustadt macht aus Gabeln, Messern oder Löffeln zauberhafte Schmuckstücke.
So werden beispielsweise aus alten Erbstücken, die sonst nur auf Dachböden oder in Kellern vergessen werden würden, wieder individuelle Unikate. Eine Idee, die gut anzukommen scheint. „So kann ich mein Erinnerungsstück immer bei mir tragen. Was soll man denn mit dem ganzen Besteck machen? So hat es wenigstens noch einen Nutzen“, erklärte eine begeisterte Kundin.
Insgesamt 52 Aussteller, hauptsächlich aus der Region, präsentierten an zwei Tagen ihre Handwerkskunst aus Kreativität und viel Fleiß. Unter den Hobby-Künstler/innen auch viele „Neulinge“.
„Viele trauen sich nicht, ihre Werke zu zeigen, weil sie denken, es wäre nicht gut genug. Doch auch in diesem Jahr haben wir es geschafft, etwa 30 Prozent neue Aussteller/innen zu gewinnen“, so Mario Giovelli, Geschäftsführer "Stadt Events". Darunter waren besonders Erstraussteller/innen aus Sehnde und Umgebung. So wie Sylvia Ulbrich aus Haimar, die mit ihrem Angelface Design, Strick- und Näharbeiten, begeisterte. Wie viele der Kunsthandwerker/innen gewährte auch sie einen Einblick in die Fertigung und ließ das interessierte Publikum gern über ihre Schulter schauen. Dabei erfuhren die Kund/innen beispielsweise von Andrea Sense aus Isernhagen, dass sie über vier Stunden für die Herstellung einer Pop-up-Karte benötigt.
„In den meisten Arbeiten steckt viel Idealismus. Der Verkauf zeigt eine gewisse Anerkennung. Wir möchten kein Flohmarktpublikum anlocken, sondern Besucher/innen, die auch die Kunst schätzen und die Arbeit, die in ihnen steckt“, so Giovelli.