Unwetter mit Hagel richtet an Gebäuden der Stadt Sehnde Schäden in Millionenhöhe an

Die beiden Turnhallen in der Feldstraße und die große Halle in der Waldstraße bleiben laut Hinweisschild vorerst geschlossen. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Bei den Reparaturen haben zwei Schulen und fünf Kindergärten den absoluten Vorrang

SEHNDE (hdb). Das Unwetter am vergangenen Sonnabend hat an städtischen Gebäuden und kommunalen Einrichtungen Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Vordringlich sollen zunächst die in erhebliche Mitleidenschaft gezogenen Schulgebäude repariert werden.
Denn Mitte nächster Woche sind die Sommerferien vorbei. Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke rechnet jedoch damit, dass der Unterricht sowohl an der Kooperativen Gesamtschule als auch in der Iltener Wilhelm-Raabe-Schule planmäßig aufgenommen werden kann. Die Dächer beider Gebäude waren besonders stark beschädigt worden. Die Photovoltaik-Anlage der KGS wurde beispielsweise total zerstört und muss komplett ausgewechselt werden. Auch die beiden Turnhallen in der Feld und die Halle in der Waldstraße, die aus Sicherheitsgründen zunächst sofort geschlossen wurden, sollen vordringlich statisch geprüft und wieder instand gesetzt werden.
Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke, Stadtrat Rolf Steinhoff und
Fachbereichsleiter Ralf Neumann wagten zwei Tage nach dem Unwetter, das am Sonnabend knapp 30 Minuten eine Spur der Verwüstung durch Sehnde und einige Ortsteile wie Wassel zog, eine erste Bilanz. „Wir sind aber noch nicht am Ende mit unserer Schadenaufnahme“, sagte Lehrke. Er hatte sich mit seinen engsten Mitarbeitern bereits am Sonntagvormittag einen ersten Eindruck von den Ausmaßen der Schäden gemacht. Gleichzeitig begannen Mitarbeiter des Bauhofes – „alle sind sehr engagiert“, lobte Steinhoff das Personal – mit ersten Sicherungs- und Aufräumungsmaßnahmen begonnen. Am Montag lief dann das volle Programm an, wozu eine Dachdeckerfirma aus Celle herangezogen wurde.
Es wird noch Wochen dauern, schätzt der Bürgermeister, bis alle Brandschutzanlagen, Kinderspielplätze, Buswartehäuschen und Lichtkuppeln in Augenschein genommen und die Versicherungsfragen geklärt wurden. Auch das Waldbad wird so schnell wohl nicht wieder eröffnet werden können. Am Sonnabendnachmittag hatten sich nach Neumanns Angaben etwa 800 Menschen dort aufgehalten. Der Schwimmmeister hatte bei Herannahen des Gewitters gegen 16.30 Uhr zum Verlassen des Wassers aufgefordert, so dass sich beim Ausbruch des Gewitters nur noch etwa 150 Gäste auf dem Gelände aufhielten. Sie flüchteten vor Sturm und Hagel in die Umkleidekabinen und Duschen. Da aber das Dach des Gebäudes erheblich beschädigt wurde, bleibt das Schwimmbad bis auf weiteres aus Sicherheitsgründen gesperrt – möglicherweise bis zum Saisonende, deutete Lehrke an.