Toter Matrose aus Mittellandkanal bei Bolzum geborgen

Bereit machen für den Einsatz im kalten Kanalwasser: Die Besatzung des Wasserrettungsbootes der Ortsfeuerwehr Sehnde bei dem Einsatz in Bolzum. (Foto: Feuerwehr Sehnde)

Wasserrettung der Feuerwehr Sehnde war im Einsatz

SEHNDE (r/kl). Ein Binnenschiffer hatte am Mittwochvormittag (14. Dezember 2016) eine tote Person im Mittellandkanal bei Bolzum entdeckt. Die Polizei forderte daraufhin die Tauchergrupe der Feuerwehr zur Bergung der Leiche an.
Gegen 11.05 Uhr hatte ein Binnenschiffer zunächst der Polizei, dass seine tote Person in Mittellandkanal zwischen dem Zusammenfluss mit dem Stichkanal Hildesheim im Wassertreiben würde. Die Regionsleitstelle entsandte daraufhin von der Ortsfeuerwehr Sehnde den Wasserrettungswagen nebst Boot und die Ortsfeuerwehren Bolzum und Wehmingen.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte trieb eine männliche Person in direkter Ufernähe in einem vom Land her zugänglichen Bereich im Wasser. Zur Bergung gelang es die Leiche mit Hilfsmitteln in eine Mulde eines Baggers zu ziehen und dort mit Hilfe weiterer Einsatzkräfte an Land zu bringen. Die Feuerwehr war bei diesem Einsatz mit 18 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort.
Nach einer ersten Untersuchung geht die Kripo davon aus, dass es sich bei dem Leichnam mit hoher Wahrscheinlichkeit um den 55-jährigen Matrosen handelt, der am
22. November von dem Schiffsführer des Binnenschiffs "Andrea-Corina", das an der Liegestelle Sehnde-Süd angelegt hatte, als vermisst gemeldet worden war.
Umfangreiche Suchmaßnahmen, bei denen auch ein Sonarboot der Wasserschutzpolizei sowie Taucher eingesetzt waren, hatten damals nicht zum Auffinden des Mannes geführt. Aufgrund der bisherigen Untersuchungen gehen die Beamten von einem Unglücksfall aus. Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt es nicht.