Tafel-Aktion "Sehnder schauen über den Tellerrand . . ."

Einmal ganz außerhalb der üblichen Betriebsamkeit fand der "Nachmittag der Begegnung" der Sehnder Tafel unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (Mitte) zahlreiche interessierte Besucher. (Foto: Civitan Club Sehnde)

"Nachmittag der Begegnung" informierte über aktuelle Hilfen

SEHNDE (r/kl). Das Team der Sehnder Tafel hatte im Rahmen des 10. bundesweiten Tafeltages zu einem "Nachmittag der Begegnung" in ihren Räumen eingeladen.
Der Schirmherr der unter dem Motto "Über den Tellerrand schauen" stehenden Veranstaltung, Sehndes Bürgermeister, Carl Jürgen Lehrke, und Renate Grethe von der Sehnder Tafel, freuten sich über mehr als 70 Gäste - Sehnder Bürger, Vertreter der Kommunalpolitik, der Kooperativen Gesamtschule Sehnde und von Vereinen und Verbänden.
Bei einem Rundgang durch die in Eigenleistung renovierten Tafelräume informierten Mitglieder des Tafelteams und des Civitan Clubs Sehnde über die aktuelle Tafelarbeit und Planungen für die Zukunft: 30 ehrenamtlich Aktive versorgen jeden Samstag 150 bedürftige Sehnder Familien mit gut 450 Personen mit Lebensmitteln aus Sehnder Märkten, die sonst vernichtet würden.
Die Abholung der Ware erfolgt größtenteils mit Privat-Pkws - 6.000 Kilometer werden jährlich gefahren, um rund 33 Tonnen Lebensmittel zu transportieren und verteilen zu können.
Die laufenden Kosten für die Tafel betragen rund 5.500 Euro jährlich und werden durch Spenden und Mitgliedsbeiträge aufgebracht. Für die Anschaffung von Inventar bleibt da kaum Spielraum.
Dieses Jahr freute sich die Tafel deshalb besonders über die großzügige Spende der Firma Bruno Lechner aus Sehnde für den Sonnenschutz der Fenster zur Südseite der Tafelräume und über einen Zuschuss des Bundesverbands Deutsche Tafel aus der Lidl-Pfandspende für den Kauf eines gewerblichen Kühlschrankes.
Die Kosten der Renovierung der Tafelräume und der dringend nötigen Investitionen für eine neue Küchenzeile, Kühlschrank und Sonnenschutz betragen etwa 9.000 Euro, die aufgewendeten Eigenmittel von 5.900 Euro wurden vom Civitan Club Sehnde über mehrere Jahre angespart.
Die Erfüllung von zwei Wünschen der Tafel, einen Warteraum für Tafelkunden (die bisher bei Wind und Wetter auf dem Hof warten mussten) und eine Heizmöglichkeit für einige Tafelräume (bisher lagen die Arbeits-Temperaturen für die Tafelhelfer im Winter bei unter 8 Grad Celsius) stellte Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke für den Herbst des Jahres in Aussicht.
Renate Grethe bedankte sich für die Unterstützung und hilfreiche Zusammenarbeit mit der Tafel bzw. dem Civitan Club insbesondere mit der AWO-Kleiderkammer, der evangelisxch-lutherischen Kirchengemeinde Sehnde, der Bibelgemeinde Sehnde, der Stadt Sehnde und der Flüchtlingshilfe.
Eine große Freude bereitete die Sehnder Hobbymalerin Renate Sommerfeld den ehrenamtlichen Helfern der Sehnder Tafel. Sie schenkte dem Tafelteam ein wunderschönes Landschaftsbild, an dem sich zukünftig alle bei den wohlverdienten kleinen Ruhepausen erfreuen können.