Streicherakademie Hannover gibt Konzert in der KGS Sehnde

Das Herstück des Konzerprojektes „Musikerzählungen“: Die jungen und erfahrenen Mitglieder der Streicherakademie Hannover. (Foto: Streicherakademie Hannover)

„Mit Musik erzählen“ – ein Erlebnis für die ganze Familie

SEHNDE (r/kl). Mehr als 100 Beteiligte, Kinder, Heranwachsende und etablierte Musiker der Streicherakademie Hannover und Studierende der Uni Hildesheim sowie der „Haldern string“ aus Nordrhein-Westfalen sowie Schüler der Musikschule „Kalinka“ in Ilten begeben sich am Donnerstag, 3. November, ab 17.30 Uhr im Forum der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde mit ihrem Konzert „Musikerzählungen“ auf eine ungewöhnliche Reise.
Längst sind die besonderen Konzerte der Streicherakademie Hannover Interessierten und Fachleuten ein Begriff. Kleinen und großen Zuhörern und sich selbst ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten, ist für die Schülerinnen und Schüler der Streichakademie Hannover das erklärte Ziel. Das ungewöhnliche Orchester, in dem sechsjährige Anfänger neben erfahrenen Spielern spielen dürfen, begeistert sein Publikum immer wieder aufs Neue. Jetzt überrascht die Streicherakademie mit einem neuen Konzertprogramm:
Unter Leitung der erfahrenen Musikpädagogin, Marie-Luise Jauch, erspielen Kinder, Jugendliche, Studierende und professionelle Musiker eine Bandbreite musikalischer Höhepunkte, die sich inhaltlich steigern.
„Musikerzählungen“, eine „Reise vom Auge zum Ohr“ – wie es im Untertitel heißt – beginnt mit den abenteuerlustigen „Piraten" auf hoher See. Junge Streicherinnen und Streicher bevölkern als Seeleute und Piraten verkleidet die Bühne. Unterstützt werden sie bei diesem Piratentango von Kindern der unlängst gestarteten Musikklasse der Grundschule Grimsehlweg. Diese werden im Rahmen ihres Schulunterrichtes nach einem besonderen Konzept der Streicherakademie Hannover in Stimme und Streichinstrument ausgebildet. Die Streicher haben erst seit Anfang September Unterricht und können hier als Teil des großen Klangkörpers zu ungeahnten musikalischen Erlebnissen kommen.
Nach dem Start der „erzählerischen“ Konzerttour am Donnerstag in Sehnde gibt es weitere Aufführungen am Samstag, 5. November, ab 18.00 Uhr in der Herrenhäuser Kirche und am Sonntag, 6. November, ab 11.30 in der Aula des KWRG Hannover.
Karten gibt es an der Vorverkaufskasse im Künstlerhaus oder
unter Telefon (0511) 1 68 - 4 12 22. Karten für das Konzert in Sehnde kosten fünf Euro, ermäßigt drei Euro; Karten für die beiden anderen Konzerte 7,50 Euro (ermäßigt fünf Euro). Das Konzertprojekt wird von der Hannoverschen Volksbank und der Volksbanken und Raiffeisenkassen Stiftung gefördert.
Auch das Publikum, gleich, ob Kinder, Eltern, Großeltern oder Lehrkräfte, wird in den Prozess mit einbezogen und unsichtbar an die Hand genommen. Was spielerisch und leicht daherkommt, hat einen hohen pädagogischen, musikalischen und konzertpädagogischen Anspruch. Der Zuhörer begreift, wie hilfreich und notwendig die optische Verstärkung der als Piraten und Seeleute verkleideten Kinder und die außermusikalischen Bezüge der sich anschließenden Filmmusik vom „Fluch der Karibik“ sind. Dieses Erlebnis weicht der Erkenntnis, dass, je vollkommener die klangliche Umsetzung ist, desto weniger benötigt Musik optische Verstärkung oder andere Reize. Der Sommer und der Herbst aus Antonio Vivaldis Jahreszeiten beschließen das Programm und verzaubern in perfektem Hörerlebnis das Publikum mit innerer Visualisierung.
Unterstützt wird das Orchester der Streicherakademie von Studierenden der Universität Hildesheim und den Haldern strings, ein Streichorchester, aus NRW. Unter der Leitung von Georg Michel quartieren sie sich für eine Woche in der Jugendherberge und bei Eltern der Streicherakademie Hannover ein, um mit den Mitgliedern der SAH gemeinsam zu proben.
Dies ist nicht ihre erste Zusammenarbeit. Bereits seit mehreren Jahren gestalten die Stadt- und Landstreicher, wie sie sich gern nennen, gemeinsam Streicherworkshops mit der anspruchsvollen Herausforderung, dass alle Orchestermitglieder auswendig spielen. „Die erfolgreiche Ausbildung auf Streichinstrumenten ist dermaßen komplex, anspruchsvoll und in ihrer Langfristigkeit dem Zeitgeist widersprechend, andererseits aber von einem nicht hoch genug zu bemessenden Wert und Mehrwert, dass zum Erhalt dieses wichtigen Kulturgutes alle Kräfte gebündelt werden müssen.“, so Marie-Luise Jauch über die Zusammenarbeit mit den Haldern strings.
Möglich werden die Konzerte durch die großzügige Förderung der Region Hannover, der Hannoverschen Volksbank, der Calenberg Grubenhagen Stiftung und der Stadt Hannover.