Stadtwerke sollen das Waldbad in Sehnde betreiben und auch beheizen

Soll nach dem Vorschlag der Sehnder Rats-SPD ab 2017 von den Stadtwerken Sehnde betrieben und durchgehend mit einer Wassertemperatur von 22 bis 23 Grad beheizt werden: das Sehnder Waldbad. (Foto: Dana Noll)
Sehnde: Waldbad Sehnde |

SPD möchte das Freibad mit stets 22 bis 23 Grad zukunftssicher machen

SEHNDE (r/kl). "Auch dieser Sommer zeigt es leider wieder: Ohne Beheizung erreicht die Wassertemperatur im Waldbad Sehnde in der Freibadsaison nur an wenigen Tagen die 22 Grad-Marke, schon gar nicht zu Beginn und gegen Ende der Saison", stellt die Sehnder SPD-Ratsfraktion fest - und beantragt deshalb eine Beheizung. Dafür solle der Betrieb des Freibades den Stadtwerken Sehnde übertragen werden, hat die SPD in einem Antrag an den Rat der Stadt beantragt.
Die SPD verweist zur Begründung darauf, dass auch die Sehnder Bevölkerung im Durchschnitt älter werde. Dennoch seien Mobilität und Fitness für immer mehr und immer ältere Menschen ein großes Thema. Als Familienstadt habe Sehnde dazu auch einen Beitrag zu leisten. "Viele Menschen, egal welchen Alters, meiden aber die Wassertemperaturen von unter 22 Grad", weiß die SPD.
"Mit einer verlässlichen Wassertemperatur von 22 Grad ist über die gesamte Badesaison neben der zu erwartenden stärkeren Nutzung des Waldbades durch die Bürger/innen auch eine bessere Nutzung durch die Schüler/innen im Rahmen des Sportunterrichts möglich", so die SPD-Fraktion.
Sie verweist darauf, dass 2008 bei der Entscheidung zur Sanierung des Freibades eine konventionelle Beheizung gestrichen wurde. Damals sei man von Investitionskosten in Höhe von 82.000 Euro ausgegangen. Schon 2014 habe - auf Anfrage des SPD-Ratsherrn Wolfgang Toboldt - die Stadt diese Kosten - alternativ auch für ein über die Sonne beheiztes Bodenabsorberfeld - bereits mit jeweils 120.000 Euro angegeben. Auch der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes mit eventuellem späteren Anschluss über eine Fernleitung zur Kooperativen Gesamtschule oder den in der Nähe des Waldbades positionierten Turnhallen seien als Alternativen dargestellt worden.
Für den Einbau von Solaranlagen, herkömmlichen Heizungsanlagen oder Blockheizkraftwerken besitze die Stadtwerke GmbH das nötige Knowhow. Damit könne auch eine vom Finanzamt geforderte "wirtschaftliche Verbindung" hergestellt werden, wenn die Stadtwerke Sehnde den Betrieb des Waldbades übernehmen sollten.
Der Gesellschaftervertrag für die Stadtwerke Sehnde lasse - wie bei vielen anderen Stadtwerken auch, die bereits Bäder betreiben - den Betrieb eines Bades zu.
"Durch die im Rahmen der Sanierung verkleinerte Wasserfläche und somit auch Wassermenge sollten die laufenden Kosten für den Betrieb eines beheizten Waldbades Sehnde gegenüber früheren Prognosen insgesamt geringer ausfallen.
Auch könnte die "Grüntruppe" der Stadtwerke Sehnde bei der Pflege rund ums Bad eingesetzt werden und damit den Schwimmmeister oder den Bauhof entlasten.
Als Fraktionsvorsitzender hat deshalb Olaf Kruse jetzt für die SPD beantragt, die notwendigen Vorbereitung zu beginnen, damit der Betrieb des Waldbades zur Badesaison 2017 auf die Stadtwerke Sehnde GmbH übergehen kann. Bei der Prüfung und Entscheidung für eine Heizungsanlage für die durchgehend 22/23 Grad Wassertemperatur sollen auch Nutzungsmöglichkeiten der Wärmeabnahme außerhalb der Bafdesaison für die KGS, das ehemalige Bonhoefferhaus und/oder die Turnhallen berücksichtigt werden, fordert die SPD in ihrem Antrag.