Stadt Sehnde rüstet Straßenbeleuchtung um

Ziel ist die Einsparung von 186.000 Kilowattstunden im Jahr

SEHNDE (r/kl). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert im Rahmen der "Nationalen Klimaschutzinitiative" Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung. Hierzu gehört auch die Umrüstung von veralteten, energetisch ineffizienten Straßenleuchten auf Energie einsparende LED-Technik.
Die Stadt Sehnde hat Anfang Juni den Förderbescheid erhalten. Der Bund fördert diese Maßnahmen mit 25 Prozent, rund 130.000 Euro, bei Gesamtausgaben von etwa 520.000 Euro.
Die mehr als 30 Jahre alte Straßenbeleuchtung wird bis zum 30. Juni 2013 in verschiedenen Straßenzügen im gesamten Stadtgebiet erneuert. 845 Stück veraltete Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL) sollen durch Energie sparende LED-Lampen ersetzt werden.
Zusätzlich werden etwa 110 niedrige Holz- und Betonmasten von Pilzleuchten durch höhere Metallmasten ausgewechselt und 13 Schaltstellen werden erneuert. Diese Maßnahmen werden nicht gefördert und müssen von der Stadt Sehnde selbst finanziert werden, die Kosten dafür betragen 105.000 Euro.
Die Energieeinsparung der LED-Lampen beträgt 78 Prozent, es werden jährlich 132 Tonnen CO2-Emissionen vermindert. Die jährliche Stromeinsparung beträgt rund 186.330 kWh. Als Teil des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Sehnde ist diese Maßnahme ein weiterer Beitrag zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Ressourcen.
Der Einsatz von LED's bietet viele Vorteile: sehr lange Lebensdauer, deutlich verringerte Wartungskosten, bessere Ausleuchtung bei geringer kW-Leistung, geringere Stromkosten, hohe Funktionssicherheit. Die Umrüstung auf hocheffiziente LED-Technik gewährleistet ein zukunftstaugliches und nachhaltiges Straßenbeleuchtungskonzept. Durch das insektenfreundliche LED-Licht können zusätzliche positive Umwelteffekte erreicht werden. Die Orientierung nachtaktiver Insekten wird vom LED-Licht nicht gestört. Die Tiere reagieren nahezu unempfindlich auf die spektrale Zusammensetzung. Eine verbesserte Lichtlenkung ermöglicht außerdem eine Reduzierung der Lichtverschmutzung.
Weitere Informationen erhalten InteressentInnen auf der Homepage der Stadt Sehnde oder im Fachbereich „Stadtentwicklung und Bauaufsicht“ unter Leitung von Godehard Kraft.