SPD-Jubilarehren für sechs Sehnder/innen

Für langjährige Parteimitgliedschaft in der SPD ehrten der SPD-Regionsvorsitzende Dr. Matthias Miersch (v.l.) und die Ortsvereinsvorsitzende Dr. Silke Lesemann die Genoss/innen Birgit Luck, Albrecht Büttner, Reiner Luck, Gerda Thoelke, Annegret Huch und Manfred Kotter. (Foto: Dana Noll)
Sehnde: Apart Hotel Sehnde |

Ein Beitrag von Dana Noll - Sie traten einst durch Willy Brandt der Partei bei

SEHNDE (dno). Nicht viele Parteimitglieder wurden noch von Willy Brandt persönlich in den Reihen der SPD willkommen geheißen. Doch Gerda Thoelke hatte diese Ehre im August 1976 auf einer Veranstaltung in Celle. Seitdem sind 40 Jahre vergangen, in dem die Sehnderin aktiv in der AWO tätig war und noch ist.
Allein 18 Jahre lang kämpfte sie um eine Begegnungsstätte, die dann verwirklicht wurde und erhielt 2004 das Bundesverdienstkreuz. Nun kam bei der SPD-Jubilarehrung im Apart-Hotel Sehnde noch eine weitere Auszeichnung dazu.
Auch Annegret Huch schaut auf 40 Jahre als SPD-Mitglied zurück. Die gelernte Krankenschwester hat sich „viel für Frauen gestritten und engagiert.“ „Sie schaffte es Beruf, Familie und politisches Engagement in Einklang zu bringen“, würdigte der SPD-Regionsvorsitzende Dr. Matthias Miersch.
Als berufstätige Mutter schaffte es auch Birgit Luck 40 Jahre in der Partei tätig zu sein und dies, „obwohl sie oft gehadert hat.“ Doch genau diese Eigenschaft, „Dinge auf den Punkt zu bringen, wenn mal nicht etwas so läuft“, schätzt nicht nur Dr. Matthias Miersch an ihr. Mit ihrem Ehemann Reiner, der für 50 Jahre geehrt wurde, setzt sie sich immer mal wieder kritisch, besonders mit der Bundespolitik, auseinander.
Auch sie hat Willy Brandt aktiv erlebt und „er war sehr wichtig für ihren Eintritt“. „Uns macht es Freude, für Sehnde, für die Gemeinschaft und auch für die Partei etwas zu tun und so soll es auch bleiben“, bedankte sich Reiner Luck.
Für jeweils 60 Jahre Mitgliedschaft wurden Albrecht Büttner und Manfred Kotter als älteste der Geehrten ausgezeichnet. Und das, obwohl Büttners Vater seinem Sohn immer geraten hatte, „Äußere dich nicht politisch!“
Daran hat sich der Sehnder nur bedingt gehalten und trat 1957 in die SPD ein. Sein dortiges Engagement beispielsweise als Jusovorsitzender und auch die Überzeugungskraft von Helmut Ottermann konnten seinen Vater später noch umstimmen.
Eine „Fülle von Ämtern“ und der stetige Einsatz dafür, dass sich „Politik und Partei mehr öffnet“ kennzeichnet die 60-jährige Mitgliedschaft von Manfred Kotter. „Es ist wichtig, Parteiarbeit noch offener zu gestalten und auf die Menschen zuzugehen. Vertreter der Politik dürfen sich nicht vom Volk entfernen, sie müssen ihre Ziele und Entscheidungen erklären können“, forderte Kotter auf. Im Hinblick auf den anstehenden Wahlkampf sicher ein guter Rat.
Neben den Ehrungen wurden auch zwei Neumitglieder begrüßt. Iris Krumlin und Sohn Jan bekamen ihr Parteibuch überreicht. Der 24-jährige sah sich durch den derzeitigen SPD-Kanzlerkandidaten ermuntert, politisch aktiv zu werden. Auch Miersch stellte sich hinter Martin Schulz und lobte, „wieder einen guten Kandidaten zu haben!“