SoVD Sehnde spendet für Jugendwehr und KGS-Schulaktivitäten

Nicht alles Lebensnotwendige darf Spekulationsobjekt sein, darin sind sich (v.l.). Europaabgeordneter Bernd Lange, Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann, SoVD Sehnde-Vorsitzende Brigitte Thomas, Sizialberaterin Britta Weuzenegger und Kreisvorsitzender Hans Egon Seffers einig. (Foto: SoVD Sehnde)
 
Mascha Brandt (v.l.), Schulleiterin des KGS-Hauptschulzweiges, nahm - ebenso wie Jugendwart Ron Breitenherdt (2.v.r.) für die Sehnder Jugendfeuerwehr - mit den Schülerinnen Annika Görlitz, Kathi Haller, Kristin Kutzky und Milena Riedel die Spende der SoVD-Mitglieder entgegen. (Foto: SoVD Sehnde)

Europa-Abgeordneter: Wasser darf kein Spekulationsobjekt sein!

SEHNDE (r/kl). Zur jährlichen Mitgliederversammlung des Ortsverbandes Sehnde im Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßte die Vorsitzende Brigitte Thomas mehr als 130 Mitglieder. Gäste der Veranstaltung waren der SoVD-Kreisvorsitzende Hans Egon Seffers, die Leiterin des SoVD-Beratungszentrums in Burgdorf Britta Weizenegger, der Europaabgeordnete Bernd Lange, die Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesmann Landtagsmitglied, die stellvertretende Sehnder Bürgermeisterin Gisela Neuse und Ortsbürgermeisterin Regine Höft und den stellvertretenden Wasseler Ortsbürgermeister Horst Strüven.
In ihrer Begrüßungsansprache wies Brigitte Thomas auf eine Umfrage hin, in der,
die meisten Menschen der Meinung sind, dass es um die soziale Gerechtigkeit in Deutschland nicht gut bestellt ist. Immer mehr Befragte seien der Ansicht, dass die soziale Gerechtigkeit in den vergangenen drei bis vier Jahren abgenommen habe. Immer mehr Menschen auch suchten die Beratung durch den Sozialverband Deutschland. Die große Anzahl der Beratungssuchenden zeige den Bedarf an Unterstützung durch den SoVD in allen sozialen Fragen.
Der SoVD Sehnde bilanzierte zum Jahresende 659 Mitglieder, bei 67 Neuaufnahmen, 19 Austritten und 15 Sterbefällen von Mitgliedern in 2012.
Ähnlichen Zulauf hat der Kreisverband Burgdorf mit 7.225 Mitgliedern, davon 492 Neuaufnahmen. Auch 2013 hatte der Kreisverband bereits 112 Neueintritte, viele davon in Sehnde.
Der SoVD führte für seine Mitglieder 794 Verfahren im Jahr 2012. Schwerpunkt war wieder das Schwerbehinderten- und Rentenrecht. Verfahren werden verstärkt aber wegen Anerkennung einer Pflegestufe geführt. Für die Mitglieder wurde dabei in 2012 eine Summe von insgesamt 656.169 Euro erstritten. Einen erhöhten Beratungsbedarf belegt das bereits 130. Verfahren schon am Anfang des Jahres 2013.
Bei der Versammlung wurden Heinz Dieter Lauenstein wurde für 15 Jahre und Barbara Wattenberg für fünf Jahre Funktionärstätigkeit im Ortsverband ausgezeichnet.
Über eine lange Zeit begleitete die Sehnder SoVD-Veranstaltungen eine Spardose, die jetzt geknackt wurde. Eine besondere Freude konnte der SoVD so mit der Spende von jeweils 250 Euro bereiten, die Brigitte Thomas an Jugendwart Ron Breitenherdt für die Sehnder Jugendfeuerwehr und an Mascha Brandt Schulleiterin des KGS-Hauptschulzweiges mit den Schülerinnen Annika Görlitz, Kathi Haller, Kristin Kutzky und Milena Riedel überreichte.
Bernd Lange berichtete unter anderem über den Rettungsschirm des Europaparlamentes und erinnerte daran, dass auch Deutschland 1953 einen Rettungsschirm erhalten hat. Da hätten Länder geholfen, die heute selbst Hilfe brauchen.
Im Europäischen Parlament setzen sich seine Fraktionskollegen dafür ein, den gesamten Bereich der Wasserversorgung vom Geltungsbereich des Wettbewerbsrechts auszunehmen. Wasser sei ein lebensnotwendiges Gut. Die Trinkwasserversorgung in Deutschland müsse in öffentlicher Hand bleiben. Wasser sei ein Menschenrecht und kein Spekulationsobjekt, unterstrich Lange.