Seit 150 Jahren gibt es Straßenbahnen in Deutschland

Hier gibt sich Europa ein Stelldichein - die „Große Tramparade“. (Foto: Bodo Krüger)

„Große Tramparade“ am 21. Juni im Hannoverschen Straßenbahn-Museum

WEHMINGEN (r/jk). Vor 150 Jahren, am 22. Juni 1865, fuhr zwischen Berlin und Charlottenburg die erste reguläre Pferdebahn Deutschlands. Die Akzeptanz der Bürger für dieses Verkehrsmittel nahm im Mai 1881 noch einmal einen gewaltigen Aufschwung, als Ernst Werner Siemens (ab 1888 von Siemens) am 16. Mai 1881 die erste elektrisch getriebene Straßenbahn der Welt auf einer nur zweieinhalb Kilometer langen Versuchsstrecke in Lichterfelde (bei Berlin) vorstellte. Die Stromzuführung musste hier noch über die beiden Gleise erfolgen, aber nachdem Siemens noch im selben Jahr die erste elektrische Straßenbahn mit Oberleitung entwickelt hatte, war der Siegeszug dieses Verkehrsmittels nicht mehr aufzuhalten. Heute sind zur Mobilität großer Menschenmengen die Straßenbahnen, S- und U-Bahnen die bei Weitem effizientesten Verkehrsmittel in unseren Städten.
Nach über vier Jahrzehnten des Aufbaus einer Sammlung sowie der Restaurierung seiner Fahrzeuge verfügt das Hannoversche Straßenbahn-Museum, Hohenfelser Straße 16, 31319 Sehnde-Wehmingen, heute über die größte Vielfalt historischer Straßenbahnwagen in Deutschland. Inzwischen wird diese Sammlung auch durch einige Stadtbahnwagen ergänzt, die vielleicht gerade das ’Museumsalter’ erreicht haben.
Anlässlich der 150 Jahr-Feier am Sonntag, 21. Juni, von 11.00 bis 17.00 Uhr, werden auf den beiden Fahrstrecken des Museums besonders die Berliner Wagen nicht zu kurz kommen, denn in der deutschen Hauptstadt begann zunächst alles. Es wurde bewusst noch nicht publik gemacht - der Trägerverein des Museums war nicht untätig und hält an diesem besonderen Tage erstmalig einige hochinteressante Überraschungen bereit, die dann natürlich auch für den Rest der Saison und danach für eine Bereicherung des Fahrbetriebes sorgen werden. Mit fachlich kompetenter Erklärung, anlässlich einer großen Tramparade, soll schließlich noch einmal an die Straßenbahntechnik vergangener Jahrzehnte erinnert werden. Eine eigens erstellte Dokumentation zur „Geschichte der Straßenbahn“ rundet die Ausstellung ab.
Besucher können sich also auf einen ereignisreichen Museumstag freuen. Würstchen und Steaks vom Grill, Pommes Frites, Kaffee und Kuchen, kleine Snacks, Eis sowie kalte und warme Getränke sind zu den gewohnt moderaten Preisen im Museumsbistro „Café Hohenfels“ erhältlich.
Der Eintritt beträgt für Erwachsene 7,50 Euro, Kinder zahlen 4 Euro und Familien 20 Euro. Der ermäßigte Eintrittspreis beträgt 6,50 Euro. Infos gibt es auch im Internet unter www.tram-museum.de