Schüler helfen Schülern: Konzept hat sich bewährt und wird fortgesetzt

Die meisten der KGS-Mentoren waren in ihrer Freizeit fast uneigennützig tätig und nehmen dafür ihre Zertifikate entgegen. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Sehnde: Kooperative Gesamtschule Sehnde |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - An der KGS Sehnde waren im vergangenen Schuljahr 24 Mentoren freiwillig tätig

SEHNDE (hdb). Frustrierend war es manchmal schon, wenn Nachhilfeschüler einfach nicht erschienen sind. Aber insgesamt hat sich das Mentoren-Projekt an der KGS Sehnde bewährt und soll fortgesetzt werden – jetzt unter der neuen Leitung von Studienrätin Sandra Heidrich.
Sie löst schon seit dem zweiten Schulhalbjahr 2016 ihre Vorgängerin Daniela Hinz ab, die das Projekt wegen ihrer Berufung in die Schulleitung aus zeitlichen Gründe aufgeben musste. Gemeinsam mit Heidrich hat sie noch Zertifikate – und je eine Rose - an insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 und Q2 verteilt. 15 von ihnen waren persönlich zur Entgegennahme erschienen. Die Jugendlichen, die sich nicht vorwiegend aus finanziellen Gründen in den Dienst der guten Sache stellten, berichteten von ihren eigenen Erfahrungen, und nur zwei wollen später vielleicht einmal selbst Lehrer werden.
Das Förderprojekt „Schüler helfen Schülern“ (SHS) richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10, die Hilfe in den Fächern Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik brauchen. Das Projekt läuft nun schon das fünfte Jahr. Die unterrichtenden Jugendlichen werden wegen ihrer eigenen Leistungen ausgewählt und pädagogisch betreut, auch um die Qualität zu sichern. Dafür gibt es von der Schule am Ende ein Zertifikat, das ihnen ihr besonderes soziales Engagement auch bestätigt.
Die 17-jährige Marie berichtete beispielsweise von ihrem Englisch-Nachhilfeunterricht, der „total lustig“ gewesen sei, während der 18-jährige Tim, der die spanische Sprache unterrichtete, von seinen Erfahrungen mit Jüngeren erzählte: „Die haben nicht so auf einen gehört“.