Schlossherr stiftet für die Krypta Rethmar Geld zur Restaurierung historischer Fenster

Mit einer Andacht für den Kindergarten ist die ehemalige Krypta mit ihren restaurierten Fenstern im Beisein des Schlossherren Rüdiger von Wackerbarth (vorn rechts) wiedereröffnet worden. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Multifunktionsraum der Kirche wird mit einer Kindergartenandacht eingeweiht

RETHMAR (hdb). „Nachbarn muss man doch unterstützen“: Dieser Überzeugung des Rethmarer Schlossherrn Rüdiger Freiherr von Wackerbarth hat die Kirchengemeinde drei aufwändig restaurierte Glassfenster in der Krypta zu verdanken.
Der seit einem Jahr direkt von der Kirche wieder zugängliche Raum wurde mit einer Andacht für 30 Mädchen und Jungen aus dem städtischen Kindergarten im Beisein des Spenders offiziell wiedereröffnet. Für den Kirchenvorstand bedankte sich Eckhard Müßigbrodt bei von Wackerbarth, der zunächst bescheiden die zur Verfügung gestellte Summe nicht nennen wollte – dann aber doch den Betrag von rund 10 000 Euro bestätigte. „Wir zahlen ja auch noch jeden Monat in einen Fonds, der die Pastorenstelle mitfinanziert“, ergänzte der Schlossherr das finanzielle Engagement seiner Familie, die das herrschaftliche Gebäude neben der Kirche vor 25 Jahren gekauft hatte.
„Es sah hier ja aus wie in einer Rumpelkammer“, erinnerte Pastor Hans-Jürgen Pabst an die ursprüngliche Beschaffenheit der Krypta „Eltziana“, deren Durchgang zur Kirche einst ebenso zugemauert worden war wie das mit Hilfe eines „Mördersteines“ nach Osten zeigende Fenster. Das an einen grausamen Mord erinnernde Zeitzeugnis soll zu einem späteren Zeitpunkt an einer Wand aufgehängt werden.
Das neu gestaltete halbrunde Fenster an der Ostseite der ehemaligen Leichenhalle löst durch seine gelb-rote Farbgestaltung laut Pastor Pabst bei Sonnenschein „eine wunderbare Atmosphäre aus, die an die Auferstehung zu Ostern erinnert“. Als Kontrast wirken die beiden anderen Fenster mit ihren restaurierten Butzenscheiben in blau-roter Farbgebung. Der restaurierte Raum soll künftig vermehrt für den Kindergarten, für besondere Gottesdienste sowie als Friedhofskapelle genutzt werden.