Schleuse Bolzum für den (Groß-)Schiffsverkehr freigegeben

Die jetzt freigegebene neue Schleuse Bolzum und ihre 80 Jahre alte Vorgängerin (vorn), die als technisches Denkmal erhalten bleibt, aus der Vogelperspektive betrachtet. (Foto: WSA Hannover)

Technisches Bauwerk in viereinhalb Jahren für 70 Millionen Euro erneuert

SEHNDE/BOLZUM (r/kl). Der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat nach viereinhalb Jahren Bauzeit die für 70 Millionen Euro neu gebaute Schleuse Bolzum für den Schiffsverkehr frei gegeben.
An dem von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion ausgerichteten Festakt nahmen Beteiligte des Bauprojektes und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Schifffahrt und Verwaltung teil.
Der jetzt eingeweihte Neubau ersetzt die bestehende, über 80 Jahre alte und baufällige Schleuse ersetzt.
Etwa 20 Kilometer östlich von Hannover zweigt der Stichkanal Hildesheim in südlicher Richtung vom Mittellandkanal ab. Mit der Schleuse Bolzum wird direkt nach der Abzweigung ein Höhenunterschied von rund acht Meter zwischen der Scheitelhaltung des Mittellandkanals und dem sich anschließenden rund 14 Kilometer langen Stichkanal überwunden.
Die zu geringen Abmessungen der Schleuse (85 Meter Nutzlänge und 12 Meter Kammerbreite) und die schlechte Bausubstanz machten einen Neubau notwendig.
Die neue Schleuse hat eine Nutzlänge von 139 Meter sowie eine Kammerbreite von 12,50 Meter und ist somit zukünftig auch für Großmotorschiffe befahrbar.
Die alte Schleuse wird außer Betrieb genommen und bleibt als technisches Denkmal erhalten.