Projekt „Miteinander in Toleranz“

Sie bewegen das Projekt "Miteinander in Toleranz (MiT)", das nun auch in Sehnde aktiv wird: VHS-Direktorin Elke Vaihinger (v.l.), Koordinatorin Stefanie Baier und Projektvertreterin Sonia Poch. (Foto: Dana Noll)

Ein Beitrag von Dana Noll - Für Jugendliche und Familien mit Migrationshintergrund

SEHNDE (dno). Bereits vor zehn Jahren startete das Projekt "Miteinander in Toleranz (MiT)", seit 2016 wird es flächendeckend in der Region verbreitet.
Seit 1. März diesen Jahres ist die VHS Ostkreis Hannover in Sehnde neuer Kooperationspartner. Hier, in der Peiner Straße 13, betreut Sonia Poch das Projekt und ist für die VHS-Verbandskommunen Sehnde, Lehrte, Burgdorf, Uetze und Isernhagen zuständig. Jeweils Freitags von 12.30 bis 14.30 Uhr gibt es eine Sprechstunde in Sehnde – in den Kommunen werden weitere folgen.
Ziel des Projektes ist es, junge Menschen mit Migrationshintergrund, hauptsächlich im Alter von 14 bis 27 Jahren, bei alltäglichen Aufgaben in Arbeit oder Freizeit zu unterstützen. Dazu zählen beispielsweise Behördengänge, bei der Berufsplanung, bei der Suche nach einem Ausbildungs- und Praktikumsplatz, bei Fragen im Asylverfahren oder bei Übersetzungen von Briefen und Dokumenten.
„Viele junge Menschen mit Migrationshintergrund haben Fragen zum Schulsystem oder Schwierigkeiten mit Bewerbungen, wir, insbesondere die Mentoren, nehmen sie an die Hand und stehen ihnen bei den Lösungen zur Seite“, so Projektvertreterin Sonia Poch.
Bei den Mentoren handelt es sich in der Regel ebenfalls um Migranten, die aber schon längere Zeit in Deutschland leben. „Unsere Mentoren sind gut ausgelastet und vielfältig geschult. Die ehrenamtliche Tätigkeit erfordert eine sehr hohe sprachliche und auch interkulturelle Kompetenz“, informiert Stefanie Baier, Projektkoordinatorin bei der Region Hannover.
Derzeit gibt es 82 aktive Mentoren in vielen Sprachen wie beispielsweise Kurdisch, Arabisch, Russisch oder in zahlreichen afrikanischen Sprachen. Der Bedarf ist groß. „Es gibt viel Mund-zu-Mund-Propaganda. Institutionen wird eher vertraut, wenn es in der eigenen Muttersprache erklärt wird“, berichtet Elke Vaihinger, Geschäftsführerin der Volkshochschule (VHS) Ostkreis Hannover.
Das Gesamtprojekt wird durch die Region Hannover mit jährlich 360.000 Euro finanziert und wird vorerst bis Ende 2020 gefördert.