Pastor Gereon bald zum 10. Mal zu Besuch in der Partnergemeinde in Sehnde

Pastor Gereon aus Brasilien besucht zum neunten Mal seit 1983 die Partnergemeinde St. Maria in Sehnde. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Kontakte zwischen St. Maria Regina und Brasilien bestehen schon seit Jahren

SEHNDE (hdb). Hoher Besuch in der Kirchengemeinde St. Maria Regina: Der Förderkreis Brasilien hat zum 33. Mal Pastor Gereon empfangen, der in der dortigen Dürrezone des Nordostens seit Jahren segensreiche Arbeit leistet und dafür Spenden von rund 150 000 Euro gesammelt hat. Mit dem 78-jährigen Seelsorger feierte die Gemeinde auch eine Messe.
Laut Angaben von Marie-Luise Nemeth, die seit Beginn an – wie auch das Ehepaar Langer - in dem Arbeitskreis mitwirkt, bestehen die engen Kontakte zur Pfarrgemeinde Simplicio Mendes bereits seit 1983. Vor knapp 50 Jahren wanderte der katholische Pfarrer Gereon nach Simplicio Mendes aus, um auf Geheiß der katholischen Kirche die ärmliche Pfarrei mit einer Größe von 6.500 Quadratkilometern und 42.000 Gläubigen zu übernehmen. Angestoßen worden war die Partnerschaft, als Pastor Gereon als Priester der Diözese Osnabrück vor 33 Jahren auf einen Theologiestudenten aus Sehnde traf
Seit 75 Jahren wirkt Gereon nun in Brasiliens Armenhaus. Der mittlerweile 78-Jährige ist zwar kürzlich aus dem Priesteramt ausgeschieden. Dem gebürtigen Berliner wurde aber vor etwa drei Monaten das Amt eines Diözesanverwalters „aufgebürdet“, wie der Träger des Bundesverdienstkreuzes selbst5 bei seiner Stippvisite in St. Maria berichtete. Der Arbeitskreis sammelt das Jahr über bei mehreren Anlässen fleißig Spenden, um zum Beispiel Stauanlagen für Wasser, den Brunnenbau oder den Bau von Kanalanlagen zu unterstützen.
„Ich bin vielen Menschen in Sehnde den Besuch schuldig“, sagte der Gast, der regelmäßig -- diesmal zum neunten Mal – nach Deutschland kommt, auch um seinen Bruder in Hamburg zu besuchen. Nachmittags erzählte Pastor Gereon von neuesten Entwicklungen seiner ehemaligen Pfarrgemeinde, abends lud er dann zur Heiligen Messe – nicht ohne den Erlös aus der Kollekte von mehr als 600 Euro für seine neue Heimat mitzunehmen. Im vergangenen Jahr kamen immerhin rund 11.500 Euro zusammen.