Nordamerikanischer Amberbaum erinnert an langjährige Schulleiterin Helga Akkermann in Sehnde

Helga Akkerman und ihr Nachfolger Carsten Milde greifen gemeinsam zum Spaten, um den Amberbaum als Erinnerung an die ehemalige Schulleiterin zu pflanzen. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Sehnde: Kooperative Gesamtschule Sehnde |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Verspätete Pflanzaktion wird von vielen Schülern, Lehrern und einer Jazz-Combo begleitet

SEHNDE (hdb). Mehr als zehn Monate sind inzwischen vergangen, seit Helga Akkermann als langjährige Schulleiterin der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde in den Ruhestand gegangen ist. Jetzt kam sie an ihren früheren „Tatort“ für eine damals schon verabredete Pflanzaktion zurück. Ein Amberbaum wird künftig an Akkermanns Spuren erinnern.
„Die Bodenwärme ist ideal, im Frühjahr kann der Baum richtig durchstarten“, schilderte Michael Gehlhaar von der Baumschule in Altwarmbüchen kurz vor Beginn der offiziellen Aktion den besonders günstigen Zeitpunkt der Baumpflanzung im Spätherbst. Diese war allerdings ursprünglich bereits für das Frühjahr geplant gewesen, musste damals aber wegen der Brandkatastrophe verschoben werden.
Die seltene Baumart hatte Helga Akkermann, seit 1997 zunächst stellvertretende Schulleiterin, dann ab 2001 Leiterin der KGS und somit 18 Jahre in leitender Funktion an Bord, selbst ausgesucht. In Gummistiefeln und mit Schutzhandschuhen erläuterte sie den vielen Schaulustigen kurz die Abstammung des Laubbaumes aus Nordamerika, ehe sie mit ihrem Nachfolger Carsten Milde zur Tat schritt.
Drei Gärtner der Baumschule hatten zuvor das erforderliche Erdloch ausgehoben, um den immerhin schon gut 20 Jahre alten, drei Meter hohen Baum einpflanzen zu können. Die rund 750 Euro für das verspätete „Abschiedsgeschenk“ in unmittelbarer Nähe zum zentralen Eingang des Hauptgebäudes waren laut Carsten Milde in der Schulgemeinschaft gesammelt worden.
Der robuste Amberbaum mit besonders schöner Herbstfärbung seiner Blätter soll künftig von den Teilnehmern am Profilunterricht Schulgarten übernommen werden, sagte Milde.
Die Pflanzaktion bei passender Spätherbstsonne verfolgten viele Schüler und zahlreiche Pädagogen. Den musikalischen Rahmen gestaltete eine vierköpfige Jazz-Combo. Und Helga Akkermann fasste ihre Gefühle so zusammen: „Ich bin stolz und glücklich, so eine Schule geleitet zu haben.“