Nicht jedem Feuerwehrmann passt der ABC-Schutzanzug

n Schutzanzügen rücken vier ABC-Einsatzkräfte zur „Unfallstelle“ vor. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Spezialausbildung umfasst sechs Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis

SEHNDE (hdb). In einer zweiwöchigen Ausbildung haben 24 Feuerwehrleute ihre Spezialausbildung für den Abc-Zug erfolgreich abgeschlossen. Die Prüflinge verfügen jetzt über die notwendigen Kenntnisse, um im Schadenfall mit atomaren, biologischen oder chemischen Stoffen - zum Beispiel bei Verkehrsunfällen auf der Autobahn - professionell umgehen zu können.
Im Regions-Brandabschnitt IV, zu dem die Städte Lehrte, Sehnde, Burgdorf und die Gemeinde Uetze gehören, verfügt jede Kommune über eine so genannten Abc-Fachgruppe. Der Abc-Zug der Region zählt nach Angaben von Oberbrandmeister Christian R. Fechner, der den jüngsten Lehrgang geleitet hat, etwa 80 Experten. Nach bestandener Abschlussübung auf dem Gelände der Sehnder Feuerwehr gehören künftig 24 neue ABC-ler - unter ihnen zwei Frauen - zu dem potentiellen Reservoir. Acht Teilnehmer kamen allein aus Hämelerwald, wo Fechner als stellvertretender Ortsbrandmeister wirkt.
Er berichtete am Rande der Schlussprüfung, dass die Fortbildungslehrgänge seit fünf Jahren angeboten würden. Inzwischen seien etwa 100 Brandschützer entsprechend weitergebildet worden. Die Schulung umfasste innerhalb von zwei Wochen je zwei Einheiten Theorie und vier in der Praxis. Dazu gehörten unter anderem das Kennenlernen von Spezialgeräten, das Abdichten von Lecks und allein schon das Tragen der Schutzanzüge und das Bewegen in ihnen.
Da stößt die Feuerwehr schon mal an die Grenzen der Ausstattung, wenn zum Beispiel - wie Fechner berichtete - ein Teilnehmer wegen seiner ungewöhnlichen Körpergröße nicht in einen Anzug passt oder ein anderer zu große Füße hat.