Neuer Job für die Ex-Direktorin der KGS Sehnde Helga Akkermann

Belässt es nicht beim Pflanzen eines Erinnerungsbaumes: Auch im eigentlichen Ruhestand will die ehemalige Leiterin der KGS Sehnde, Helga Akkermann (links) noch feste Pflöcke für die Bildung einschlagen. (Foto: Archiv/Horst-Dieter Brand)

Jetzt im Expertengremium zur Arbeitszeitanalyse für Lehrkräfte

SEHNDE/HANNOVER (r/kl). Den Vorsitz des neuen Expertengremiums zur Arbeitszeit von Lehrkräften und Schulleitungen soll der ehemalige Präsident des Niedersächsischen Landesrechnungshofes Richard Höptner übernehmen. Das hat jetzt Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt mitgeteilt.
Stellvertretende Vorsitzende des Gremiums soll Helga Akkermann werden, die langjährige Vorsitzende des Schulleitungsverbands Niedersachsen (SLVN) und langjährige Direktorin der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde.
„Ich freue mich sehr, dass ich mit Herrn Höptner und Frau Akkermann zwei unabhängige, profilierte und erfahrene Persönlichkeiten für die Leitung des Expertengremiums gewinnen konnte", betonte Ministerin Heiligenstadt. „Von der Arbeit des Expertengremiums erwarte ich mir nicht nur Sachverstand und Objektivität, sondern auch Kreativität bei der Beantwortung einer hochkomplexen Fragestellung.
Herr Höptner und Frau Akkermann verkörpern diese Tugenden durch und durch, so dass ich mir keine bessere Leitung des Expertengremiums vorstellen kann", so die Ministerin weiter.
Auftrag des Expertengremiums wird es sein, die arbeitszeitrelevanten Tätigkeiten von Lehrkräften und Schulleitungen zu ermitteln und nach objektiven Kriterien zu bewerten. „Die Arbeit des Expertengremiums soll es uns ermöglichen, zu einer transparenten Grundlage für die Bemessung der Arbeitszeit der Lehrkräfte und Schulleitungen zu kommen. Damit erhoffe ich mir auch ein hohes Ausmaß an Sachlichkeit und Objektivität für zukünftige Diskussionen um die Arbeitszeit der Lehrkräfte und Schulleitungen", erläuterte Ministerin Heiligenstadt.
Für dieses Vorhaben werten die Expertinnen und Experten vorhandene wissenschaftliche Erkenntnisse und Studien aus. Bei Bedarf können darüber hinaus zusätzliche Untersuchungen in Auftrag gegeben werden, um eventuell bestehende Datenlücken zu schließen bzw. offene Fragen zu beantworten.
Ziel ist es, darauf aufbauend ein transparentes Standardverfahren zu entwickeln, mit dem in regelmäßigen Abständen die arbeitszeitlichen Regelungen für Lehrkräfte und ihre Wirkungen überprüft werden können. Hierzu soll das Expertengremium Empfehlungen erarbeiten.
Das Expertengremium unter der Leitung von Herrn Höptner und Frau Akkermann wird sich aus vier Wissenschaftler/innen sowie vier Vertreter/innen der schulischen Praxis zusammensetzen, bei der auch die einzelnen Schulformen berücksichtigt werden. Jeweils ein Sitz geht darüber hinaus an die Spitzenorganisationen der zuständigen Gewerkschaften und Berufsverbände.
„Ich möchte die Spitzenorganisationen der zuständigen Gewerkschaften und Berufsverbände vertreten wissen, schließlich betrifft die Arbeit des Expertengremiums die Belange der Beamten und Beschäftigten", so Heiligenstadt. Die konstituierende Sitzung des Gremiums soll zeitnah erfolgen.
Zum Hintergrund:
Richard Höptner war von 2008 bis 2016 Präsident des Niedersächsischen Landesrechnungshofes. Zuvor war er zehn Jahre lang im Finanzministerium (MF) tätig, u.a. als Leiter des Generalreferats Haushalt. Im Zusammenhang mit der Kosten-Leistungs-Rechnung beschäftigte sich Höptner im Finanzministerium intensiv mit dem Thema der Arbeitszeiterfassung.
Im Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) zeichnete Höptner vor seinem Wechsel ins Finanzministerium mit für die Neuorganisation der niedersächsischen Hochschullandschaft und die Optimierung von Forschung und Lehre verantwortlich. Während seiner 15-jährigen Laufbahn im MWK leitete er unter anderem das Haushaltsreferat des Ministeriums.
Helga Akkermann war bis Januar 2015 insgesamt 18 Jahre lang an der Kooperativen Gesamtschule Sehnde tätig, zunächst als stellvertretende Schulleiterin, seit 2001 als Schulleiterin. In ihre Amtszeit an der KGS fallen Meilensteine wie die Einführung der Oberstufe, der Aufbau von Profilklassen, die Umsetzung der Ganztagsschule und der eigenverantwortlichen Schule.
Vor ihrem Wechsel an die KGS Sehnde arbeitete Akkermann 17 Jahre an einer Orientierungsstufe in Wiefelstede im Ammerland, davon neun Jahre als Schulleiterin. Helga Akkermann verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Lehrerausbildung und war acht Jahre lang ehrenamtliche Vorsitzende des Schulleitungsverbands Niedersachsen.