Neue Fachdienstleiterin in Sehnde kümmert sich hauptsächlich um Flüchtlinge

An Susann Thiers neuem Arbeitsplatz geht nahezu pausenlos das Telefon, weil beispielsweise ständig Probleme in Flüchtlingsunterkünften auftauchen und gelöst werden müssen. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Sehnde: Rathaus Sehnde |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Susann Thier nach Jurastudium vor neuer Herausforderung

SEHNDE (hdb). Sie weiß, was sie will: Susann Thier hat den eher beschaulichen Kreis Kleve für einen weiteren Schritt auf ihrer Karriereleiter verlassen. Im Sehnder Rathaus ist die gebürtige Leipzigerin seit knapp zwei Monaten als Fachdienstleiterin für Soziales verantwortlich.
Ihr Hauptaugenmerk liegt derzeit auf der Flüchtlingsproblematik. „Das macht 80 bis 90 Prozent meiner momentanen dienstlichen Tätigkeiten aus“, bilanziert Thier die ersten Wochen.
Ihre Einarbeitungsphase war von dem glücklichen Umstand geprägt, dass ihr Vorgänger Hans-Helmut Nordhorn von der Region Hannover befristet an seinen früheren Arbeitsplatz delegiert worden war. „Dafür sind wir der Region ausgesprochen dankbar“, schickte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke ein Lob an die übergeordnete Behörde.
Susann Thier ist 1976 in Sachsen geboren, hat beide Staatsexamen in der Juristerei bestanden und ihre berufliche Karriere in einem Sozialamt in der Nähe von Stuttgart begonnen. Zuletzt war sie beim Landkreis Kleve am Niederrhein als juristische Sachbearbeiterin beschäftigt, ehe sie per Internet von der Stellenausschreibung in Sehnde erfuhr.
Da Thier für sich in Kleve keine Chance auf ein berufliches Fortkommen, in Sehnde aber eine deutlich bessere Perspektive sah, entschied sie sich zum Wechsel – als neuen Wohnort wählte die reiselustige Fachdienstleiterin allerdings Hildesheim. Im Sehnder Rathaus wird sie künftig für bis zu neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich sein – Tendenz steigend wegen der anhaltenden Flüchtlingsströme.