Mit Zauberer Baldur Wind- und Sonnenenergie auf der Spur

Jasper Gellermann (6) treibt mittels Wasser aus der Gießkanne gleich zwei kleine Karussells an, die mit Kordeln als Treibriemen verbunden sind, Handpuppe Baldur und Umweltpädagoge Sven Schlüter schauen zu. (Foto: Susanna Veenhuis)

Ein Beitrag von Susanna Veenhuis - Bolzumer Kita-Kinder lernen spielerisch Energie sparen

SEHNDE-BOLZUM (sv). Wie kann man mit Wasser Karussells antreiben? Kommt ein Boot tatsächlich mit einer Kerze voran? Wohin verschwindet das Wasser? Diesen und noch viel mehr Fragen rund um das Thema Energiesparen gingen die älteren Kinder im Bolzumer Kindergarten nach – zusammen mit „Baldur, dem Energiezauberer“.
„Über eine Puppe bekommt man sehr schnell Zugang zu den Kindern – auch zu den Schüchternen und Stilleren“, weiß Marion Idczak, Leiterin der Kindertagesstätte in Bolzum.
Dieses Prinzip hatten sich die Umweltpädagogen Achim Stork und Sven Schlüter vor 15 Jahren bei der Entwicklung ihres Programms „Klimaschutz für Kinder“ zunutze gemacht und mit der Handpuppe „Baldur, der Energiezauberer“ eine Figur geschaffen, die mit Kindergarten- und Grundschulkindern gemeinsam Geheimnissen der Energie aus Wind, Wasser, Feuer und Sonne auf den Grund geht. Die war jetzt – gemeinsam mit Sven Schlüter – in der Kita Bolzum zu Gast.
Diese Umwelt-Bildungsmaßnahme koordiniert die Klimaschutzagentur Hannover mit finanzieller Unterstützung der Region Hannover und des Energieanbieters Avacon, den Harald Schliestedt im Kindergarten vertrat.
Bei seinem Besuch in Bolzum traf Baldur mit den Kindern, die dieses oder nächstes Jahr eingeschult werden, nach Angaben von Schlüter auf eine höchst interessierte, wissbegierige und auch schon sehr gut informierte Truppe, die freudig mit seinen mitgebrachten Dingen experimentierte. Denn Baldur und Schlüter hatten Seltsames im Gepäck wie etwa auf Holzklötzen befestigte Löffel. Damit zeigten der Energiezauberer und Schlüter den Kindern, wie man Wasser wegzaubert.
„Bei uns hat es als erstes geblubbert“, sagten Sandra Fixar (5) und Tabea Ellguth (6) begeistert. Gemeinsam mit zwölf anderen Kindern hatten sie über ein Teelicht Wasser auf dem Löffel erst zum Kochen gebracht und dann völlig verdampfen lassen.
Auch Paul Haese (5) gefiel dieses Experiment am besten. Florian Meißner und Malte Appel (beide 6) begeisterten sich für den Kerzen-Bootsantrieb, Nico Wessel favorisierte wie Jasper Gellermann (beide 6) das Wasserrad, mit dem sich über Treibriemen zwei kleine Karussells drehen ließen.
„Wenn die Kinder mit diesen Dingen selber experimentieren können, prägen sich die Ergebnisse viel besser ein“, sagte Idczak. Eine pfiffige Idee zum Wasserrad-Antrieb hatte denn auch Jasper, indem er beide mit einem Antriebsriemen verband. Der Gießkannen-Wasserrad-Antriebstest bewies, dass seine Idee aufging: Beide Karussells drehten sich sehr schnell.