(Luther-)Baum Zeichen der Ökumene in Sehnde

Die Konfirmanden der Sehnder Gemeinde "Zum Heiligen Kreuz" halfen tatkräftig beim Einpflanzen mit. (Foto: Dana Noll)
 
Eine Blutbuche wurde zum Gedenken an Luther in Sehnde gepflanzt: Kirchenvorsteherin Karla Schmidt (v.l.), Kirchenvorstandsvorsitzende Heidrun Golenia, Kirchenvorsteher Heinz Hellberg, Kirchenkreis-Partnerschaftsbeauftragter Hans-Dieter Pauli, Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit und Gemeindepastor Uwe Büttner. (Foto: Dana Noll)
Sehnde: Ev.-luth. Kreuzkirche |

. . . und auch in Wittenberg und Johannesburg/Südafrika - Ein Beitrag von Dana Noll

SEHNDE (dno). „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen“, so schrieb Martin Luther. Auch 500 Jahre nach der Reformation werden nicht nur seine Worte lebendig gehalten, auch mit Taten wahren die Kirchenkreise sein Andenken.
Und so wurde jetzt im Anschluss an den Vorstellungsgottesdienst der Konfirmand/innen vor der Sehnder Kirche „Zum Heiligen Kreuz“ ein Baum gepflanzt. „Luthers Ausspruch zeigt, es ist sinnvoll sich für die Welt einzusetzen, auch wenn es oft sinnlos erscheint.
Der Baum steht für eine lebendige ökumenische Gemeinde. Es geht darum, füreinander da zu sein, die Welt zu gestalten und zu schützen“, so Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit.
Der Baum im Kirchenkreis Burgdorf, eine Blutbuche, ist einer von drei Bäumen, die im Rahmen dieser Aktion gesetzt wurden. Bereits am 25. März 2017 wurde dabei im Luthergarten Wittenberg ein Amberbaum gepflanzt.
Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit hatte gemeinsam mit Hans-Dieter Pauli, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Partnerschaft und weltweite Ökumene des Kirchenkreises, die symbolische Pflanzung des Baumes übernommen.
Der Amberbaum steht im Grüngürtel der Altstadt. Das Gelände wurde in der Vergangenheit für lange Zeit als Kaserne genutzt. Erst seit dem Abzug russischer Soldaten 1994 steht es der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung. Hinter dieser Ortswahl steht der Gedanke, eine vormals militärische Fläche einer friedlichen Nutzung zuzuführen.
Der letzte Baum wird in den kommenden Monaten, je nach Witterung, im Partnerkirchenkreis in Johannesburg-West in Südafrika gepflanzt. Seit vielen Jahren besteht eine intensive Partnerschaft zwischen dem Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis in Burgdorf, Landeskirche Hannover und dem Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Johannesburg West (Western Circuit) in Südafrika.
Insgesamt 35 wechselseitige Besuche gab es seit Begründung der Partnerschaft im Jahre 1981, weiterhin wurden verschiedene Projekte mitgetragen. So entstand auch der Wunsch, anlässlich des Reformationsjubiläums einen gemeinsamen Baum für die Partnerschaft zu pflanzen.
„Die Bäume sind zwar vor Ort jeweils verwurzelt, streben aber alle dem gleichen Himmel zu. Ihre Kronen sind wie Schirme, die Schutz bieten sollen“, so der Sehnder Pastor Uwe Büttner.
Jede Pflanzung wurde mit einer Andacht vor dem Baum gefeiert. Als Bibelzitat wurde sowohl in Wittenberg als auch in Sehnde Epheser 4,15 gewählt. Auf einem Gedenkstein wurde die Baumpatenschaft mit Namen des Kirchenkreises sowie einer Inschrift versehen. In Sehnde bekam der Kirchenkreis tatkräftige Unterstützung beim Einpflanzen von den Konfirmanden.
„Es ist ein Ort der Hoffnung und des Glaubens. Gott hat eine Zukunft für uns, wir sollen daran mitbauen“, so die Superintendentin.

BILDUNTERSCHRIFTEN:

0072: Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit sprach die Andacht zur Pflanzung des Baumes vor der Sehnder Kirche „Zum Heiligen Kreuz“.

0078 oder 0079: Die Konfirmanden halfen tatkräftig beim Einpflanzen.

0083: