Lindgrens „Kinder aus Bullerbü“ waren bei Vorauswahl in Ilten sehr gefragt

Simone George liest ihren jungen Zuhörerinnen und Zuhörern aus Astrid Lindgrens „Wir Kinder aus Bullerbü“ vor. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - 140 Kinder der Wilhelm-Raabe-Grundschule genießen den bundesweiten Vorlesetag

ILTEN (hdb). Mucksmäuschenstill ist es auf den Fluren der Wilhelm-Raabe-Grundschule gewesen, aus den Klassenzimmern drang kein Kinderlärm nach draußen: 140 Mädchen und Jungen hingen eine Schulstunde lang gebannt an den Lippen ihrer Lehrerinnen. Anlass war der bundesweite Vorlesetag.
Schulleiterin Christiane Ameling und ihr siebenköpfiges Kollegium hatten den Tag akribisch vorbereitet. Die Pädagoginnen hatten ihre heimischen Bücherschränke durchforstet und zwölf bekannte Kinderliteratur wie „Wir Kinder aus Bullerbü“, „Der Zauberer von Oz“, „Die drei ???“ und „Petterson zeltet“ ausgegraben. Das war erforderlich, weil die schuleigene Bibliothek im Moment nicht zur Verfügung steht. Diese sei in das Lehrerzimmer integriert, und das werde derzeit renoviert, erläuterte Schulleiterin Ameling.
Aus den verschiedenen Angeboten hatten sich die Kinder tags zuvor ihre Lieblingsgeschichte aussuchen können – allerdings noch nicht, wer daraus vorlesen würde. So kamen gemischte Altersgruppen zustande, die in den einzelnen Klassenzimmern und der Schulaula aufgeregt darauf warteten, welche ihrer Lehrerinnen zum Vorlesen erschien.
Im Klassenraum der 1 b trafen sich zwölf Grundschüler, um Simone George zu lauschen, die aus Astrid Lindgrens Klassiker „Wir Kinder aus Bullerbü“ vorlas. Im Schneidersitz oder auf dem Boden liegend verfolgten die Mädchen und Jungen gebannt die Erlebnisse von Lisa und ihren beiden Brüdern in dem kleinen Dorf, das nur aus drei Höfen besteht.