"Kultur plus" in der KGS Sehnde: Fünf Stunden volles Programm

Die Bühne in der Mensa war den Bands vorbehalten: Hier spielte auch die Jazz-Combo. (Foto: Susanna Veenhuis)
Sehnde: Kooperative Gesamtschule Sehnde |

Ein Beitrag von Susanna Veenhuis - Schüler präsentierten bei Kreativ-Fest Beiträge aus dem musischen Fachbereich

SEHNDE (sv). Betriebsames Gewusel herrschte beim Kreativ-Tag der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Sehnde zwischen 16 und 21 Uhr: Gefühlt Hunderte von Aktionen erwarteten die Besucher, an jeder Ecke in der weitläufigen Schule, dem Gelände und im Bonhoefferhaus war etwas los: Unter dem neuen Motto „Kultur plus“ präsentierten die Schüler der KGS neben den Beiträgen aus dem Fachbereich Musisch-kulturelle Bildung diesmal auch die Ergebnisse aus der vorangegangenen Projektwoche.
Im Forum löste auf der Bühne ein Orchester das andere ab, Solisten begeisterten ihr Publikum und die Schüler in der Zirkusvorstellung faszinierten mit Balancekünsten, Diabolo-Volten, menschlichen Pyramiden und am Vertikaltuch. Dass beim Blasorchester der siebenten Klassen ganz kurzfristig zwei wichtige Stimmen ausfielen, beeinträchtigte das Konzert nicht, denn Jesko Warnecke und Tim Kuhlmann waren spontan und, ohne vorher mit den anderen proben zu können, eingesprungen. So brachten die Bläser unter der Leitung von Musiklehrer Micha Philippi den Rock-Klassiker „Smoke On The Water“ und ein spritziges Abba-Medley sicher über die Bühne.
Angenehme Düfte wehten durch die Schulstraße, denn dort hielten Kübra und Dave aus dem zehnten Jahrgang die Ergebnisse aus ihrem Projekt feil: „Erdbeer-Champagner“, „Liebesgut“ und „Sprudelbomben“ hießen die selbst gesiedeten und schick verpackten Seifenstücke, für die die Schüler alle Zutaten selbst bezahlt hatten.
Abseits des Trubels spielte Alexander (11) aus dem fünften Jahrgang selbstvergessen und ganz alleine ein Spiel mit dem Namen „Bankraub“. Viele Spiele hatten sich die Projektteilnehmer aus den fünften bis siebten Jahrgängen ausgedacht, erklärte Lehrerin Ingrid Grobrügge. Sieben davon hatten sie in den vier Tagen auch selber aus Holzrohlingen, Pappe und Papier hergestellt, die Spielsteine, -bretter und -kartons entworfen und ansprechend gestaltet und auch Frage- oder Ereigniskärtchen selbst getippt, ausgeschnitten und laminiert. Im Schulalltag können die KGS-Schüler dann die neuen Spiele in ihrem Spielekeller ausprobieren. „Das ist schon eine großartige Leistung“, sagte die Pädagogin.
Diese Aussage gilt auch für alle anderen 71 Aktionen und Präsentationen. Eine Musical-Aufführung in der Mensa, in der zuvor verschiedene Bands ihr Publikum unterhalten hatten, beendete als krönender Abschluss den Kreativ-Tag der KGS.