In Sehnde noch bis einschließlich Montag. 10. August 2015, für den Seniorenbeirat stimmen

Nach der konstituierenden Sitzung am 15. September nimmt der neue, nun um zwei auf sieben Mitglieder verstärkte Seniorenbeirat seine Arbeit in Sehnde auf, dessen Kandidat/innen sich bei einer öffentlichen Veranstaltung im Apart Hotel Sehnde vorstellten. (Foto: Susanna Veenhuis)
 
Sehndes Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke appellierte bei der Vorstellung der Kandidat/innen an die Stimmberechtigten, den neuen Seniorenbeirat per Wahl zu bestätigen. (Foto: Susanna Veenhuis)
Sehnde: Rathaus Sehnde |

Ein Beitrag von Susanna Veenhuis - Wahlfrist in Sehnde läuft ab - Senioren-Interessenvertretung hat vielfältige Aufgaben

SEHNDE (sv). Unverhofft ist bereits wieder Wahlzeit in Sehnde: Alle Bürger/innen über 60 Jahre können jetzt als spezielle Interessenvertretung ihrer Belange den neuen Seniorenbeirat wählen. Sie müssen sich allerdings sputen: Nur noch bis zum kommenden Montag, 10. August, besteht die Gelegenheit, den kürzlich von fünf auf sieben Mitglieder erweiterten Seniorenbeirat per an die Gemeindeverwaltung zurück gesandter (oder eingeworfener) Stimmkarte zu bestätigen.
Falls jemand keine entsprechende Post von der Stadt erhalten haben sollte, bittet der Sehnder Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke, dies zu entschuldigen. „Wahlunterlagen können im Rathaus angefordert oder abgeholt werden“, sagte er bei der Vorstellung der Kandidaten. Rund 20 Interessierte hatten sich trotz hochsommerlicher Brutkasten-Temperaturen im Wintergarten des Apart-Hotels eingefunden.
Vor fünf Jahren ist der Seniorenrat in Sehnde gestartet mit dem Anspruch, kulturelle und soziale Aktionen in Sehnde zu initiieren und zu unterstützen als Interessenvertretung und Ansprechpartner für alle Angelegenheiten der älteren Mitbürger installiert, würdigte die Gleichstellungsbeauftragte Jennifer Glandorf. Wegen der vielfältigen und zahlreichen Aufgaben habe der Rat der Stadt Sehnde beschlossen, die Zahl der Mitglieder dieses Gremiums von fünf auf sieben anzuheben.
Damit der neue, siebenköpfige Seniorenrat ab September 2015 seine Arbeit aufnehmen kann, bedarf es der Bestätigung von mindestens 20 Prozent aller Stimmberechtigten in der Kernstadt und den Ortsteilen, welche die Mitglieder wählen müssen. Nach einer konstituierenden Sitzung am 15. September wird der Genau sieben Sehnderinnen und Sehnder erklärten sich jetzt bereit, diese Aufgaben zu übernehmen:
Christa Bombien (Ilten) ist unter anderem frühere ehrenamtliche Richterin im Sozialgericht Hannover, ist von Anfang an beim Sehnder Seniorenrat dabei und vertritt die Sehnder seit Mai 2013 auch im Seniorenrat der Region Hannover.
Karlheinz Drewes (Sehnde), ehemaliger Mitarbeiter der Sehnder Hochbauabteilung, bringt seine Erfahrungen als Geh- und Sehbehinderter im Ausschuss für Stadtentwicklung ein und macht sich für die Menschen mit Handicaps stark. Er ist außerdem Beisitzer im Ortsverein Sehnde des Sozialverbands Deutschland. In Sehnde will er die Ausweitung akustischer Verkehrssignale und die farbige Markierung von Bordsteinabsenkungen vorantreiben.
Dr. Hermann Krähling (Sehnde) will seine Erfahrungen aus dem Berufsleben in die Arbeit im Seniorenrat einbringen – zwei elementare Faktoren sind seine Fähigkeit, mit Zahlen und Berechnungen umzugehen und intensive Netzwerk-Arbeit zu leisten. Auf seiner To Do-Liste steht vor allem die Öffentlichkeitsarbeit und Pressekontakte, aber auch das Erforschen der Bedürfnisse und Wünsche der Sehnder Senioren.
Klaus Melcherts (Ilten) Thema ist unter anderem der Naturschutz. Als Mitglied im Vogelschutzverein und im Naturschutzbund Deutschlands war er maßgeblich an dem Konzept zur Unterschutzstellung der Soorwiesen beteiligt. Auch hat er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Seniorenrats, hat sich im Stadtentwicklungsausschuss engagiert und betätigt sich als Sicherheitsberater für Senioren.
Karl Plachetka (Sehnde) engagiert sich auch seit Beginn im Seniorenrat und bemüht sich um die Ansiedlung von Fachärzten, vor allem eines Augenarztes in der Stadt Sehnde.Er hat sich an der Neugestaltung der Friedhofsordnung beteiligt.
Wolfgang Rotermund (Sehnde) verfolgt ebenfalls das Ziel der Ansiedlung eines Augenarztes, was aber einem Schlüssel über das Verhältnis zwischen Patienten und Ärztedichte zufolge wenig Aussicht habe, wie er berichtet. Dennoch gibt er nicht auf.
Angelika Schrader (Sehnde) ist von Anfang an Mitglied des Seniorenrats und möchte alles Geschaffene weiter verfolgen und die begonnenen Projekte weiterhin vorantreiben. Sie ist schwerbehindert und kann deshalb Vorhaben sozusagen aus erster Hand auf ihre Folgen für Menschen mit Handicaps beurteilen.
Stellvertretend für ihre Mitstreiter beklagte sie allerdings das geringe Interesse der Sehnder Senioren an Aktionen oder Umfragen. „Wir haben Flyer ausgeteilt und auch Infoblätter für unseren Fahrdienst, haben uns und unsere Arbeit bei vielen Aktionen und Märkten vorgestellt, waren auch häufig in der Presse vertreten. Aber die Resonanz war verschwindend gering“, bestätigte der noch amtierende Sprecher Peter Luszig.
Dies sei in der Nachbarstadt Burgdorf mit dem Interesse am Seniorenrat und dessen Arbeit nicht anders, berichtete Hartwig Laack, der dort den Fahrdienst organisiert. Auch die dortige, einmal pro Woche angebotene Sprechstunde werde kaum angenommen. Nichtsdestotrotz ermunterte er den Sehnder Seniorenrat: „Ich will Ihnen aber Mut machen, weiter zu machen!“
Foto: Susanna Veenhuis