Herbstzauber und Lichterglanz im Straßenbahnmuseum

Ein buntes, kindgerechtes Feuerwerk bildete den Abschluss des abendlichen Laternenumzuges und auch der tollen diesjährigen Besuchersaison im Straßenbahnmuseum. (Foto: Dana Noll)
Sehnde: Hannoversches Straßenbahn-Museum Wehmingen |

Ein Beitrag von Dana Noll - Die erfolgreiche Museumssaison 2015 mit einem Feuerwerk beendet

SEHNDE/WEHMINGEN (dno). Mit einem großen Knall beendete das Straßenbahnmuseum sein zweitägiges Herbstfest, das mit zahlreichen großen und kleinen Besuchern am vergangenen Wochenende gefeiert wurde. Das Feuerwerk bildetet den Abschluss der Saison, die mit mehr als 12.300 Gästen einen Besucherrekord verzeichnete!
„Wir freuen uns riesig und wenn das im nächsten Jahr auch so bleibt, dann stimmt unser neues Konzept“, so Pressesprecher Bodo Krüger. Seit etwa fünf Jahren hat sich das Straßenbahnmuseum in Sehnde-Wehmingen von einem reinen Technikmuseum in ein Museum für Familien umgewandelt.
Das Konzept scheint auf zu gehen. Denn in den Jahren zuvor wurde die Besuchermarke von 12.000 Gästen noch niemals übersprungen! Allein am vergangenen Wochenende kamen mehr als 500 Besucher/innen. Bei mildem Herbstwetter trafen sich hier vor allem Familien, um das Straßenbahnmuseum zu entdecken.
Ein großer Teil des funktionstüchtigen Wagenparks ging für Rundfahrten auf die Strecke – sogar bis zur neuen Nordschleife, die im Juni pünktlich zum Jubiläum "150 Jahre Straßenbahn in Deutschland" in Betrieb genommen wurde.
Darunter auch die zwei neuen Wagen „Karlsruhe“ und „Berlin“. Nach Karosseriearbeiten im Front- und Heckbereich konnte der Neuzugang "Berlin" im August 2015 an den Start gehen.
„Wir haben nur etwa 1.000 Euro für diese Bahn aus dem Jahre 1982 gezahlt – durch den 'Museumsbonus' versteht sich“, so Krüger. Investiert wurden für die Instandsetzungsarbeiten dann noch einmal etwa 2.000 Euro. „So könnte die Bahn auch gut im normalen Fahrbetrieb eingesetzt werden“, so Krüger weiter.
Die „Karlsruhe“ aus dem Jahre 1972 kam im September nach Sehnde und stellte durch die Länge des Transportes Mensch und Maschine vor große Herausforderungen.
Für leuchtende Augen bei Groß und Klein sorgte der "Märklin Insider Stammtisch" aus Hildesheim, der seine Strecken aufgebaut hatte und zum Spielen freigab. Es war schon schwer die Kinder (und auch die Papas!) von den Tischen wieder weg zu bekommen – Märklin übt auch nach mehr als 150 Jahren eine besondere Faszination aus!
Zurück an den großen Schienen ging es bei der abendlichen Lichterfahrt dicht gedrängt in den Waggons in Richtung Süden. Hier erwartete die Besucher/innen ein spektakuläres, kindgerechzes Feuerwerk, bevor mit Musik und Fackeln zum Laternenumzug gestartet wurde.
Auch in 2016 werden die Kinder nicht auf diesen Umzug verzichten müssen. Das Museum setzt auch im nächsten Jahr auf gewohnte Veranstaltungen wie das Ostereier suchen, die Oldtimertage oder die beliebten Nikolausfahrten. Auch die Planung für die Eröffnung des Fernmelde-, Omnibus- oder HiFi-Studiomuseums stehen auf der Agenda. Im Herbst wird dann voraussichtlich auch die Verlängerung der Außenstrecke bis zum Kanal abgeschlossen sein.