Großfeuer vernichtet Hallen und Bürokomplex in Höver

Mit einer massiven Wand aus Löschwasser verhinderten insgesamt 150 Einsatzkräfte aus sieben Freiwilligen Ortsfeuerwehren und von der Berufsfeuerwehr Hannover ein Übergreifen der Flammen aus der lichterloh brennenden Lagerhalle auf angrenzende Gebäude. (Foto: Feuerwehr Sehnde)

Löschpanzer und 150 Feuerwehrleute retten die benachbarten Gebäude

SEHNDE/HÖVER (r/kl). Bei einem Großfeuer in einem Betrieb für Reinigungstechnik und ultraleichte Nutzfahrzeuge in Höver ist am Mittwochabend Sachschaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro entstanden. Personen wurden nicht verletzt.
Gegen 19.26 Uhr meldeten Verkehrsteilnehmer der nahen Autobahn 7 enormen Flammenschein aus einer Lagerhalle direkt aus einem Gewerbegebiet an der Autobahn. Weitere Meldungen gingen über ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Ahlten ein, das zu einem Pkw-Brand auf die A7 unterwegs war.
Umgehend wurden die Ortsfeuerwehren Höver, Ilten und Sehnde alarmiert. Bereits auf der Anfahrt alarmierte der Einsatzleiter auch die Ortsfeuerwehren Bilm und Wassel. Die enorme Rauchentwicklung und der Flammenschein waren weit über Höver hinaus zu sehen.
Die ersten Einsatzkräfte konzentrierten sich auf eine massive Riegelstellung, um eine Brandausbreitung auf eine benachbarte Halle zu schützen. Das betroffene Objekt stand zu diesem Zeitpunkt bereits im Vollbrand. In dem 40 x 70 Meter großen brennenden Gebäude gab es immer wieder Explosionen. Die weitere Brandbekämpfung wurde umgehend eingeleitet. Hierzu wurde eine weitere Drehleiter, die Sonderfahrzeuge Wasserförderung und das Löschunterstützungsfahrzeug (Löschpanzer LUF60) der Berufsfeuerwehr Hannover nachgefordert.
Um den Bedarf an Löschwasser sicherzustellen, wurde durch das Holland Fire System (HFS) eine 1,5 Kilometer lange Schlauchleitung vom Mittellandkanal zur Brandstelle verlegt. Dies System liefert 12.000 Liter Wasser in der Minute.
Mi dem Löschpanzers wurde die Brandbekämpfung im Objekt vorgenommen. Während der Löscharbeiten wurden 18 Gasflaschen geborgen und vor Ort gekühlt. Zeitweise waren jeweils zwei Wenderohre, B-Rohre und Wasserwerfer sowie fünf C-Rohre im Einsatz. Ein Ausbreiten auf die angrenzende Lagerhalle konnte durch massiven Kräfteaufwand verhindert werden. Nach drei Stunden war das Feuer unter Kontrolle.
Ein Statiker des Technischen Hilfswerks wurde hinzugezogen. Danach konnten mehrere Trupps unter schweren Atemschutz die Glutnester im Gebäude ablöschen. Gegen 23.30 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Weitere kleine Nachlöscharbeiten zogen sich bis 03.00 Uhr hin.