Gelungene Ausbildungsmesse in Sehnde war zugleich eine Generalprobe

Gleich mit einem Lkw als anschaulicher Infostand für ihre Berufe im technischen Bereich und in der Verwaltung war mit Chef und Azubis die Sehnder Spedition Werther Logistik bei der Ausbildungsmesse vorgefahren. Am Objekt wurde so auch der Hinweis auf den "toten Winkel" am Lkw möglich. (Foto: Walter Klinger)
Sehnde: Forum Kooperative Gesamtschule Sehnde |

. . . denn auch die nächste Gewerbeschau findet in der KGS statt

SEHNDE (r/kl). Eine wirkliche Begegnungsatmosphäre kennzeichnete die erste erste Ausbildungsmesse mit Infoständen von mehr als 20 ausbildenden Betrieben in der Schulstraße der Kooperativen Gesamtschule Sehnde (KGS). Gut 350 Schüler/innen der Klassen 8 bis 10 wurden bei dem willkommen geheißen, um mit dem Ziel frühzeitiger Berufsorientierung erste Kontakte zu den Firmen zu gewinnen.
Welches Profil wähle ich im Jahrgang 9? Wo verbringe ich den Zukunftstag? Gibt es freie Ausbildungsplätze? Finde ich eine Stelle für mein Betriebspraktikum? Wie bewerbe ich mich? Was macht eigentlich ein Fachinformatiker Systemintegration?
Über 20 Aussteller aus Sehnde und Umgebung stellten an ihren Ständen mehr als 30 verschiedene Ausbildungsberufe und -möglichkeiten mit viel Informationen und spannenden Praxisaufgaben vor.
Gelungen war bei der "jungen" Infomesse besonders, dass als Blickfang fast stes ein branchentypisches Werkstück als Blickfang an die Firmenstände lockte, wo dann auch eine praktische Herausforderung zu bewältigen war. Dass als Standpersonal neben den Ausbildern oft auch eigene Azubis eingesetzt war, machte die Beratung der Schüler/innen noch authentischer.
Zugleich hatten die Veranstalter - Stadt, KGS, die Interessengemeinschaft der Kaufleute und Gewerbetreibenden in der Stadt Sehnde (IGS) und die Ausbildungsverbünde "pro beruf" und "pro regio" - auch in der Hinsicht alles richtig gemacht, als sie die Eltern mit zu der Ausbildungsmesse eingeladen hatten. Gerade diese, so belegen neue Studien, haben auf die Berufswahl ihrer Kinder einen prägenderen Einfluss als bislang von vielen angenommen. Im übrigen passte es dazu auch gut ins Bild, dass der Förderverein der KGS die Ausbildungsmesse mit einem Zuschuss von 1.000 Euro gefördert hatte.
Auch die Firmen profitierten von dieser Veranstaltung. In erster Linie natürlich durch die Gewinnung von interessierten PraktikanntInnen und den Erstkontakt zu künftigen Auszubildenden. Aber auch, weil der Vorbereitungskreis der Kaufmannschaft für die nächste "Sehnder Messe" schon einmal den laufenden Info-Betrieb in den Räumlichkeiten ins Auge fassen konnte, wo die Leistungsschau "Schaufenster Sehnde" im nächsten Jahr veranstaltet werden soll.
Und vielleicht bewirkt dann die räumliche Nähe zum Schulbetrieb, das auch die örtlichen Wirtschaftsmesse von interessierten Schüler/innen wieder als Gelegenheit zu Firmenkontakten genutzt wird . . .