Gastschülerinnen aus Montevideo

Die Schülerinnen Federica Kenny Martínez und Martina Sorrondegui Ibarburu aus Montevideo sind zu Gast in Sehnde bei Fenja Redmann und Jenny Kardinal. (Foto: Dana Noll)
Sehnde: Kooperative Gesamtschule Sehnde |

Ein Beitrag von Dana Noll: Sehnder sind sehr freundlich – aber das Wetter ist zu kalt

SEHNDE (dno). Zu einer schönen Tradition ist der Schüleraustausch seit 2011 zwischen der Kooperativen Gesamtschule Sehnde mit einer deutschen Schule in Montevideo geworden. Auch in diesem Jahr kamen zwei Schülerinnen aus Uruguay an die KGS.
Die 16-jährige Federica Kenny Martínez sowie die ebenfalls 16-jährige Martina Sorrondegui Ibarburu sind für etwa sieben Wochen bei Gastfamilien in Sehnde. Begleitet wurden sie von Lehrkraft Soledad San Emetesio. Jenny Kardinal und Fenja Redmann aus der ersten Jahrgangs-Oberstufe haben die beiden Schülerinnen aus Uruguay in ihren Familien aufgenommen.
„Eine schöne Erfahrung“, so findet Jenny Kardinal, die bereits selbst an einem Schüleraustausch in Spanien teilgenommen hat. In den Sommerferien wird die 15-jährige mit den anderen Gast-Schülerinnen für sieben Wochen zum Gegenbesuch nach Uruguay reisen.
„Die Schülerinnen werden selbstbewusster, selbstständiger und erleben viel“, so Lehrkraft Stefan Sippel. Vor Jahren unterrichtete er selbst in Argentinien in einer Schule. Von den Erlebnissen dort, profitiert er noch heute.
„Es war schon ungewöhnlich, von den Schülern mit einem Kuss auf die Wange und einer Umarmung begrüßt zu werden“, so Sippel schmunzelnd. Für die Gast-Schülerinnen aus Uruguay ganz normal.
„Wir duzen unsere Lehrer“, so Federica Kenny Martínez. Dass dadurch weder der Respekt noch die Achtung vor der Lehrkraft verloren geht, bestätigt uns Soledad San Emetesio.
Ungewöhnlich fanden die Mädchen aus Montevideo vor allem unsere „Essenszeiten“ und, „dass die Busse und Verkehrsmittel immer pünktlich sind.“ Bei ihren Ausflügen nach Hannover, Frankfurt, Bremen, Hamburg, Potsdam, Köln oder Berlin kämpften sie vor allem mit den klingelnden Fahrrädern
An Fahrradwege auf den Straßen konnten sich die Mädchen nur schwer gewöhnen. Genau so wie an die kalten Temperaturen, obwohl sie „vom Schnee im Harz ganz begeistert" waren.
Derzeit sind etwa 54 Schüler/innen aus Uruguay an etwa 20 Schulen bundesweit zu Besuch. Für Federica Kenny Martínez und Martina Sorrondegui Ibarburu heißt es am 5. März 2Abschied nehmen, dann geht es mit dem Flieger nach Hause.
Im Gepäck viele neue Erfahrungen und Freunde und „einen Bierkrug für den Papa als Mitbringsel!“