Flüchtlingskinder hatten viel Spaß auf Bolzumer Ponyhof

Die Flüchtlingskinder genossen einen schönen Nachmittag mit Maike Vorholt (links) und Philip Schröder auf dem Ponyhof in Bolzum. (Foto: Dana Noll)

Ein Beitrag von Dana Noll - Debatte um Pferdesteuer bescherte einen schönen Nachmittag

BOLZUM/SEHNDE (dno). Wenn Zwei sich streiten - in dem Fall Politik und Pferdebesitzer - freut sich ein Dritter, Flüchtlingskinder im Alter von vier bis elf Jahren. Diese erlebten einen tollen Nachmittag auf dem Ponyhof der Familie Schröder in Bolzum.
Die Debatte um die Pferdesteuer in Sehnde ist – erst eonmal – vom Tisch. Im vergangenen Jahr sorgte diese für viel Furore. Durch die Einführung sollte der Stadthaushalt abgesichert werden – von Seiten der Pferdebesitzer und Reitvereine gab es viele Proteste.
Auch Maike Vorholt von der CDU Sehnde hatte sich gegen die Pferdesteuer ausgesprochen. Stattdessen brachte sie im Rat den Vorschlag ein, „dass sich Pferdebesitzer in anderer Form engagieren könnten“.
Da sich Maike Vorholt auch ehrenamtlich für das Netzwerk für Asylsuchende in Sehnde (ENAS) engagiert, entstand die Idee, zu einem Ponynachmittag für Flüchtlingskinder.
Dieser fand am vergangenen Mittwochnachmittag bei Familie Schröder vom Ponyclub Bolzum-Hohenfels statt. Sechs Kinder im Alter von vier bis elf Jahren, die ursprünglich aus Syrien, Albanien, Montenegro und dem Irak stammen, erlebten hier einen fröhlichen und unbeschwerten Tag mit den Ponys Pünktchen, Penny, Julius Cäsar und Butterfly.
„Es ist schön zu sehen, wie viel Spaß die Mädchen und Jungen haben“, so Sylvia Schröder, die von ihrem Ehemann Philipp und ihrer Tochter Lea unterstützt wurde. Diese gewann erst am Wochenende die Deutsche Jugendmeisterschaft im Kutschenfahren U16.
Die Flüchtlingskinder aus Evern und Bolzum hatten sichtlich eine Menge Spaß beim striegeln und füttern der Pferde. Beim Hufe säubern ließen sie aber lieber „die Profis“ ran, bevor es endlich auf die Sattel ging. Auf dem etwa 5.000 Quadratmeter großen Gelände durften die Kinder einige Runde reiten – natürlich mit Reitkappe und Hilfestellung.