Feuerwehren Müllingen und Wirringen wollen fusionieren

Für 25- jährige Mitgliedschaft wurde Thomas Grun (links) geehrt. Darüber hinaus konnte Friedrich Deike (2.v.l.) für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt werden. (Foto: Feuerwehr Sehnde)

Müllinger Ortswehr begrüßt Entschluss der beiden Ortskommandos

MÜLLINGEN (r/kl). Ein bewegendes Jahr 2013 war es, auf das die Kameraden der Ortsfeuerwehr Müllingen bei ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthof Erfurt zurückblicken konnten. Es gab ein neues gemeinsames Feuerwehrhaus und gleich zwei Jubiläum wurden gefeiert. Die Jugendfeuerwehr beging ihr 50-jähriges Bestehen und die aktive Wehr besteht 112 Jahre.
Zu insgesamt 26 Einsätzen wurde die Ortsfeuerwehr Müllingen im Jahr 2013 gerufen. Darunter waren innerhalb eines Monats drei schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen.
Ortsbrandmeister Grun machte die Notwendigkeit eines Hilfeleistungssatzes und das gleiczeitige Mitführen von Wasser deutlich. Gerade im Süden von Sehnde müssten diese Fakten mit in den Brandschutzbedarfsplan einfließen.
Auch waren Müllinger Feuerwehrkräfte zur Stelle, als eine Abordnung der Regionsfeuerwehrbereitschaft ins Hochwassergebiet gefordert wurde.
Zurzeit sind 34 Mitglieder im aktiven Dienst, zehn von ihnen sind über 50 Jahre alt. Insgesamt wurden 8.200 Stunden ehrenamtliche Arbeit 2013 geleistet.
Im neuen Feuerwehrhaus hat man sich sehr gut eingelebt, es ist ein modernes Feuerwehrhaus, das den Bedarf entspricht. Die Alarmausfahrt zur Landstraße ist noch problematisch, aber man arbeitet an einer Lösung. Andere Kommunen kommen zu Besichtigungen vorbei, um eventuell ein ähnliches Haus zubauen.
Die Jugendfeuerwehr hat neun Mitglieder davon drei Mädchen. Ein Jugendfeuerwehrraum wurde im Feuerwehrhaus gestaltet. Dieser bietet Platz für sehr viel Aktivitäten. Zu Übungsabenden konnte das Fahrzeug der Wirringer Kameraden mitbenutzt werden.
Thomas Grun teilte der Versammlung mit, dass die Feuerwehren Müllingen und Wirringen fusionieren wollen. Diesen Schritt begründet er mit der jetzt bereits engen Zusammenarbeit beider Feuerwehren im gemeinsamen Feuerwehrhaus. Das Miteinander sei mehr als vorbildlich. Die örtlichen Gegebenheiten seien zusammengewachsen, so dass auch beide Feuerwehren immer zusammen alarmiert werden.
Man könne das Personal beider Ortsfeuerwehren bündeln und verstärke so die Schlagkraft. Beide Ortskommandos hätten sich einstimmig dazu entschlossen. Die Politik müsse nun über die Fusion entscheiden und ebenfalls zustimmen. Dieses Jahr solle die Fusion dann beschlossen werden. Die Versammlung nahm die Vorschläge mit großem Beifall auf und in Redebeiträgen spiegelte sich Erleichterung wider, dass der Fusionsentschluss nun endlich gefallen ist.
Olaf Kruse, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, begrüßte den Vorschlag und bezeichnete ihn als den richtigen Weg. Dieser Schritt werde politisch unterstützt.