Feuerwehr Höver rettet ein Wildschwein aus Mittellandkanal

Die schwimmenden Wildschweine mussten beim Überqueren umkehren, weil ihnen Spundwände das Verlassen des Mtelllandkanals verwehrten. (Foto: Feuerwehr Sehnde)

Keine einfache Aufgabe: Tier stolpert wieder ins Nass zurück

HÖVER (r/kl). Ein Spaziergänger gab den Hinweis: Gegen 10.25 Uhr am Samstagmorgen wurde die Ortsfeuerwehr Höver zur Tierrettung alarmiert, weil im
Mittellandkanal zwischen Höver und der Anderter Schleuse sieben sichtlich orientierungslose Wildschweine schwammen.
Die Tiere wollten wohl den Kanal in Richtung Höver überqueren. Hierbei hatten sie dann die Ortientierung verloren und schwammen in Richtung der Anderter Schleuse, wo sie aber wegen der Spundwände nicht aus dem Wasser kamen.
Während sechs der Tiere den Weg alleine zurückfanden und kurz hinter dem Anleger der Firma Holcim am Ende der Spundwände wieder aus dem Wasser kamen, hatte eins die Gruppe verloren und schwamm nun ziellos auf dem Kanal hin und her.
Als das Tier in Ufernähe kam konnte es mit zwei Tauen von einem vor Anker liegendem Schiff aus eingefangen und herausgehoben werden. Damit das total
erschöpfte Tier sich erstmal wieder beruhigen und ausruhen konnte, wurde es auf
den Weg gelegt - die Feuerwehrleute hielten gebührend Abstand.
Als es abtransportiert werden sollte ging das Tier ein paar Schritte rückwärts und fiel wieder in den Kanal. Es schwamm nun wieder auf die andere Kanalseite, wohin sich auch gleich Feuerwehrleute auf den Weg machten. Nach etwa 300 Metern schwamm es jedoch wieder zurück.
Dabei kreutzte das Tier, das kaum noch den Kopf über Wasser halten konnte, den Weg eines Frachtschiffes, welches es noch einige Meter im Wasserstrom mit zog. Als die Sau dicht genug ans Ufer kam, griff die Feuerwehr beherzt zu und hob das etwa 45 Kilogramm schwere Tier die Spundwand hoch.
Mit dem alarmierten Logistik-Gerätewagen der Ortsfeuerwehr Sehnde wurde das Tier in einem Wald nahe Höver wieder ausgesetzt. Im Einsatz war die Ortsfeuerwehr Höver mit drei Fahrzeugen und elf Feuertrwehrleuten und die Ortsfeuerwehr Sehnde mit dem GW-Logistik und zwei Einsatzkräften.