Ferienpass Sehnde 2013: Die Anmeldung ist nur noch per Internet möglich

Sabine Kramann macht mit roter Kappe Werbung für den diesjährigen Ferienpass und seinen erstmaligen Internet-Auftritt. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Die langen Warteschlangen sind passé - 74 Veranstaltungen werden angeboten

SEHNDE (hdb). Die Zeiten langer Warteschlangen bei den Vorverkaufsstellen sind vorbei: Der Sehnder Ferienpass ist erstmals in diesem Jahr nur noch online erhältlich. Die Anmeldefrist dauert diesmal bis zum 26. Mai.
Nach 35 Jahren Sehnder Ferienpass braucht aber kein Kind mehr – wie früher durchaus geschehen – sein Zelt ab vier Uhr in der Frühe vor dem Rathaus aufzuschlagen, um an die ersten Tickets zu gelangen. Knapp drei Wochen haben Mädchen und Jungen nun Zeit, von daheim aus das 74 Angebote umfassende Programm zu durchstöbern und sich anzumelden. Das neue Prinzip stuft Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke als gerechter ein.
Sabine Kramann, im Fachbereich von Monika Sommer seit dem vergangenen Jahr für den Ferienpass zuständig, hat 1400 Handzettel mit umfassenden Informationen zu dem neuen Vergabeverfahren an allen Schulen verteilen lassen. Bisher mussten Hefte in einer Auflage von 450 Exemplaren zum Preis von zwei Euro erworben werden. Die Stadt hat sich für die Neuerung das so genannte Feona-Computerprogramm beschafft und auf Sehnder Verhältnisse zugeschnitten.
So können die Kids beispielsweise eine Freundesliste anlegen, um mit Gleichgesinnten einen Kursus zu buchen, auf ihnen entsprechende Altersgruppen zugreifen und spezielle Hobby-Richtungen auf einer Wunschliste eingeben. Das alles muss bis Sonntag, 26. Mai, passiert sein. Einen Tag später beginnt die Zuteilung - und bei mehr Nachfrage als Platzkapazität eine Verlosung – der Plätze. Per E-Mail oder per Post erfolgen danach die entsprechenden Benachrichtigungen.
Im Ratssaal warten dann vom 29. Mai bis zum 6. Juni städtische Mitarbeiter auf die Bezahlung. Dabei müssen Kinder, die ihre Teilnehmerkarten abholen, eine Datenschutzvereinbarung sowie die ausgedruckte Einverständniserklärung der Eltern vorlegen. Ab dem 07. Juni beginnt der „Reste“-Verkauf.
Wer privat keinen Internet-Zugang besitzt, kann Terminals im Rathaus oder im Jugendfreizeitheim benutzen. Für alle Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule steht im dortigen Schüler-Café ein Anschluss zur Verfügung. An der Programmgestaltung haben sich in diesem Jahr etwa 60 Vereine und Institutionen ideell und mehrere Sponsoren finanziell beteiligt. Neue Angebote unterbreiten unter anderem das Mädchenhaus Hannover, das örtliche Rote Kreuz, die Kirchengemeinde Ilten und der Hochseilgarten Isernhagen. Als erfreulich unterstreicht Sabine Kramann die Tatsache, dass sich viele Angebote um das Thema Natur und Umwelt ranken und dass sich die Auswahl für die Altersgruppe der Zwölf- bis 16-Jährigen verbessert hat.