Ex-Kultusminister erinnert an die Gründungsphase der KGS

Nina Graumüller, Maite Fricke und Lennart Lesemann dekorierten die Bühne der KGS mit der Jubiläumszahl 20 und sorgten danach für „Bewegung“ im Zuschauerraum. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Sehnde: Kooperative Gesamtschule Sehnde |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand: Fröhlicher Festakt wird überwiegend von den Schülern selbst gestaltet

SEHNDE (hdb). „An der KGS Sehnde hat jeder eine Chance, deshalb passt die Schule in die heutige Zeit“: Mit lobenden Worten hat Ex-Kultusminister Rolf Wernstedt der Kooperativen Gesamtschule zu ihrem 20. Geburtstag das beste Zeugnis ausgestellt. Den knapp zweistündigen Festakt gestalteten überwiegend die Schüler in eigener Regie.
Ihren Anweisungen zum Aufstehen, zum Umdrehen, zum Klatschen oder zum Zunicken konnte auch die zahlreiche politische Prominenz nicht entfliehen. Neben ehemaligen Bürgermeistern und Stadtdirektoren sowie aktuellen Landtags- und Bundestagsabgeordneten war Wernstedt natürlich der Star. Der ehemalige niedersächsische Kultusminister war 1992 - gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Bernd Henkel - auch maßgeblich an dem umstrittenen Genehmigungsverfahren zur KGS beteiligt.
Wernstedt schilderte eindrucksvoll die Startschwierigkeiten für die Jahrgänge sieben bis zehn vor mehr als 20 Jahren und die weitere, stets durch umfassende Bauarbeiten begleitete Entwicklung bis zur heutigen offenen Ganztagsschule mit einer Sekundarstufe II Mensa und drei Sporthallen.
Der SPD-Politiker verwies auf die ersten 54 Abiturienten, die 2004 die Schule verließen. Er bescheinigte dem Lehrerkollegium des „Betriebes mittlerer Größenordnung“ ein stimmiges pädagogisches Konzept, basierend auf einem gesunden Wertebewusstsein, und eine überaus engagierte Schulleiterin Helga Akkermann.
Wernstedt war aber auch der einzige Prominente, den die Schüler länger zu Wort kommen ließen. Ansonsten gaben die Moderatoren Patricia Folkerts und Tim Winkler sowie singende Schüler – mit einem spanischen Lied - und das Orchester des neunten Jahrgangs – mit Filmmusiken - den überwiegend fröhlichen Ton an. Vielen Personen und Persönlichkeiten, vom Schulhausmeister bis zum Schuldezernenten, dankten in launigen Worten Nina Graumüller, Maite Fricke und Lennart Lesemann.
Der Film- und Medienexperte Harald Ermann hatte zum Jubiläum einen unterhaltsamen, 20-minütigen Videofilm mit vielen Erinnerungen zusammengestellt. Abschließend bedankte sich Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke bei allen Mitwirkenden für einen gelungenen Festakt und bei den Organisatoren für eine „tolle Festwoche“.