Einwohner in Evern und Dolgen wehren sich gegen Windräder

Artur Horn (v.l.), Roswita Horn, Lutz Eberhard, Silke Bornstedt, Wilfried Brauns und Frank Hunte mit den Unterschriftenkarten, kurz vor der Übergabe im Rathaus an den Bürgermeister. (Foto: IG Windkraft Evern/Dolgen)

Fast 500 Protestunterschriften im Rathaus Sehnde übergeben

SEHNDE/DOLGEN/EVERN (r/kl). Nördlich von Dolgen und Evern will die Region eine Fläche als neues Vorranggebiet für Windenergie ausweisen. Es sollen etwa neun Windräder in Höhe von 200 Meter gebaut werden. Der Abstand zur Wohnbebauung beträgt nur 800 Meter.
Was das für die Anwohner bedeutet, wird im Entwurf für das Regionale Raumordnungsprogramm deutlich beschrieben: Es sind erhöhte Lärmbelästigungen zu erwarten sowie bei niedrigem Sonnenstand eine Licht-Schatten-Wirkung, der sogenannte „Disco-Effekt“. Unzulässige Belastungen sollen durch zeitweises Abschalten vermieden werden.
Durch die Ausweisung dieser Potentialfläche werden „erheblich beeinträchtigende Umweltauswirkungen vorbereitet“. Gegen diese Belastungen und weitere, die nicht erwähnt wurden und ihrer Meinung nach zudem gegen Pragraph 2 des Grundgesetzes verstoßen, hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet, die Flyer verteilt und eine eigene Homepage installiert hat (www.windkraftmitverstand.de).
Nach dieser Informationskampagne wurden Unterschriften gesammelt, und es haben 459 Einwohner von Dolgen, Evern und Haimar mit ihrer Unterschrift gegen das Projekt protestiert.
Die Unterschriften wurden jetzt im Rathaus an Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke übergeben mit der Bitte, das Votum der Bürger in der Stellungnahme der Stadt Sehnde zur Neuaufstellung des Raumordnungsprogramms zu berücksichtigen. Eine Kopie der Unterschriften wurde mit einer Stellungnahme an die Region weitergeleitet.