Einbrecher haben es schwer bei Objekten von Beste Bau

Bürgermeister Sehnde Carl Jürgen Lehrke, Geschäftsführer Beste Bau Dirk Berkefeld, Leiter der Schutzgemeinschaft Hannover im Netzwerk Zuhause sicher Roger Möhle, Polizeidirektion Hannover Renate Folberth- Seibel und DRK Mario Damitz (v.l.) sind stolz auf die Präventions- Plakette im Senioren- Wohnpark Sehnde. (Foto: Dana Noll)

Netzwerk Zuhause sicher vergibt Präventionsplakette an den Bauträger

SEHNDE (dno). In Deutschland wird alle drei Minuten eine Wohnung oder ein Haus aufgebrochen. Hinterlassen wird oft große Verwüstung, Schäden und Verunsicherung bei den Bewohnern. Besonders der Verlust von ideellen Werten wie Fotos oder Andenken ist besonders schmerzhaft. Auch 2014 stieg die Anzahl auf etwa 152.000 Fälle bundesweit.
Sehnde trägt mit 56 Einbrüchen im letzten Jahr zur traurigen Quote bei. Um so wichtiger ist es, seinen Wohnraum gut zu sichern und diesen für Einbrecher „so unattraktiv wie möglich“ zu machen. Noch besser ist es, wenn dies der Bauträger übernimmt. „Leider ist dies noch selten der Fall. In die Sicherheit will man kein Geld investieren“, so der Sicherheitsberater der Polizeidirektion Hannover Michael Fritsch.
Geschäftsführer Dirk Berkefeld hat sich anders entschieden. Als erster Bauträger erhielt Beste Bau die Präventionsplakette für den Senioren-Wohnpark in der Nordstraße in Sehnde aus den Händen der Sicherheitsberater der Polizeidirektion Hannover. Diese wird an Objekte verliehen, die den modernen Sicherheitsstandards entsprechen. Dazu gehören eine gut lesbare Hausnummer, damit Sicherheitskräfte es leicht finden können, ein Telefon am Schlafplatz, Rauchmelder entsprechend den Bauverordnungen sowie ein Einbruchschutz an Fenstern und Türen.
Im Senioren- Wohnpark an der Nordstraße wurden noch zusätzlich eine motorbetriebene Haustür verbaut, die sich automatisch abschließt, Video- Sprechanlagen sowie Außenbeleuchtungen mit Dämmerungssensoren. Die Fenster sind mit Sicherheitsbeschlägen, abschließbaren Griffen sowie durchwurfhemmendes Verbundsicherheitsglas ausgestattet. „Hier entscheidet der Bewohner, wer zu Besuch kommt“, so Berkefeld.
Etwa 1.800 private oder gewerbliche Objekte wurden im letzten Jahr kostenfrei durch die Mitarbeiter der Polizeidirektion beraten. Diese ist im Mai 2010 in das gemeinnützige Netzwerk Zuhause sicher eingetreten. Bei einer technischen Sicherheitsberatung in den eigenen 4 Wänden werden Schwachstellen aufgezeigt und anhand einer Checkliste bewertet. In Kooperation mit speziell ausgebildeten Handwerksbetrieben werden die Neu- oder Umbauten dann durchgeführt. Für das Nachrüsten an Fenstern und Türen, sind etwa 3000 bis 5000 Euro zu kalkulieren. Die Maßnahmen werden durch eine Plakette gekrönt, die am Hauseingang signalisiert, dass es „hier die Einbrecher schwer haben werden“.