Ein großes „Dankeschön“ zur Eröffnung der neuen Schießanlage Ilten

Anke Wegner und Hans-Georg Goltermann demonstrierten die sportlichen Anschlagsarten. (Foto: SV Ilten)
 
Entschlossen trat Margarete Grupe, mit 85 Jahren Iltens erfahrenste Schützin, an die neuen Schießstände, legte an, zielte und traf! (Foto: SV Ilten)

Iltener Schützen danken ihren Bauhelfern und den Sponsoren

SEHNDE/ILTEN (r/kl). Mit großer öffentlicher Anteilnahme konnten Iltens Schützen jetzt ihre komplett neu errichtete Sportanlage für das sportliche Schießen auf eine Entfernung von zehn Metern in Betrieb nehmen.
Auf dieses Ziel hin waren die Arbeiten im Schützenhaus in den Monaten August und September ausgerichtet. Hier ist eine Unmenge an Arbeit geleistet worden, um eine komplett fertig gestellte Sportanlage präsentieren zu können.
Als dann noch der zuständige Schießstandsachverständige den geplanten Termin für die Abnahme der Anlage um einige Tage nach vorn verschob, lief den Aktiven die Zeit davon. Nun reichten die Sonnabende nicht mehr aus. Vielmehr wurden auch innerhalb der Woche Bretter an Wände und Decken „getackert“ und später mit Brandschutzfarbe gestrichen.
Elektromeister Mirko Steinhoff, der es übernommen hatte, die vielen Meter Kabel zu verlegen, kam mit einem seiner Mitarbeiter wochenlang gleich an mehreren Abenden auf die Baustelle, um Messrahmen und Bildschirme anzuschließen und Leuchten anzubringen. Sonnabends dann musste Vater Werner mitarbeiten. Aber wenige Tage vor dem geplanten Eröffnungstermin war auch diese Arbeit erledigt.
Für diesen Anlass hatte der Vorstand nahezu 100 Einladungen an alle diejenigen Freunde und Gönner des Vereins verteilt, die den Verein im Verlauf der Bauphase unterstützt hatten. Ein „Dankeschön“ wollten die Schützen einmal den vielen Unterstützern aussprechen. Auch alle Mitglieder des Schützenvereins und des Fördervereins hatten persönliche Einladungen erhalten.
Gezählt wurden diejenigen nicht, die der Einladung Folge geleistet haben. Aber das Haus war gut gefüllt. Viele Gäste waren erstmals in den vereinseigenen Räumen. Die Vorstandsmitglieder und zahlreiche Helferinnen und Helfer waren auch an diesem Tage aktiv und führten die Gäste durch die alten und neuen Räume. Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke, Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse, der Vorsitzende des Regionssportbundes Joachim Brandt, KSV-Präsident Bösche, der Vorsitzende der Schützenbruderschaft „Das Große Freie“ Heinz Köneke und schließlich der Vorsitzende der Lotto-Sportstiftung, Dr. Hans Ulrich Schneider sparten nicht mit lobenden Worten über die neu erstellte Sportanlage und zollten ihren Respekt für die vielen Arbeitsstunden, die notwendig waren, um die Anlage nahezu ausschließlich in Eigenarbeit zu erstellen.
Nach dem „offiziellen“ Teil wagten sich einige Gäste vor die „Scheiben“: So zum Beispiel Angelika Jahns, Mitglied des Ausschusses für Inneres und Sport im Niedersächsischen Landtag. Als Mitglied im Stiftungsrat der Lotto-Stiftung, die den Verein mit 3.000 Euro unterstützt hatte, hat die Abgeordnete sicherlich schon viele Sportarten erlebt und ausprobiert. Auf ihre erste „10“ war sie jedoch sichtlich stolz.
Jedoch waren nicht nur Gäste anwesend. Auch zahlreiche Mitglieder, die regelmäßig aktiv vor den Scheiben sind oder es in vergangenen Jahren waren, hatten den Weg in unser Vereinshaus gefunden. Zwar musste sich Heinz Wolff, der in den 50er Jahren die erste Sportanlage nach dem Krieg mit aufgebaut hatte, aus gesundheitlichen Gründen absagen.
Aber Margarete Grupe hatte es sich nicht nehmen lassen, sich auf den Weg zu machen. Im Winter hatte sei dem Vorsitzenden einige „Bausteine“ abgekauft und nun wollte sie sehen, was aus ihrem Geld geworden ist. Und sie war sichtlich zufrieden. Entschlossen ließ sich die Schützenschwester die neuen Gewehre erklären, visierte das Ziel an – und traf! Mit inzwischen auch schon über 80 Jahren wie selbstverständlich. Anneliese Jäntsch, Ellen Schönefeldt und weitere erfahrene Schützinnen und Schützen, die ebenfalls anwesend waren, sprachen ihr erst Mut zu und äußerten dann durchaus Respekt.
Auch anderen Schützinnen und Schützen gefiel die Anlage auf Anhieb. Heinz Köneke schwärmte von den guten Lichtverhältnissen. Berechnet durch Gerd Dembeck und montiert von Mirko Steinhoff war insbesondere auf die Lichtanlage im Schießraum viel Wert gelegt worden.
Anke Wegner und Hans-Georg Goltermann hatten sich bereit erklärt, in voller sportlicher Ausrüstung den Auflage- bzw. den Freihandanschlag mit dem Luftgewehr zu demonstrieren. Beide waren anschließend ebenfalls angetan von den Schießbedingungen. Wenngleich in Zukunft wohl nicht so viel Publikum zu erwarten sein wird, wenn Trainingstage und Wettkämpfe stattfinden.
Bleibt als Fazit eines schönen Sonntags: Bis hierhin haben haben es die Vereinsmitglieder geschafft. Alle zusammen können stolz auf das Geleistete sein. Aber es steht auch noch jede Menge Arbeit bevor. Denn Iltens Schützinnen und Schützen sind gute und erfolgreiche Kleinkaliberschützen. Weiterhin wird grundsätzlich jeden Sonnabendvormittag im Schützenhaus gearbeitet. Jede helfende Hand wird gebraucht!