Dr. Silke Lesemann aus Sehnde kandidiert wieder für den Landtag

Dr. Silke Lesemann (3.v.re.) möchte wieder in den Landtag einziehen, Dr. Matthias Miersch (2.v.l.) in den Bundestag. Beide stellten sich am Mittwoch bei einer Mitgliederversammlung der SPD Laatzen erneut als Kandidaten vor. (Foto: SPD Sehnde)

Laatzener SPD bereits dafür - Demnächst Vorstellungskür auch in Sehnde

SEHNDE/LAATZEN (r/kl). Die für Laatzen, Pattensen und Sehnde zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann aus Bolzum will wieder für ihre Partei in den Landtag einziehen und Direktkandidatin in ihrem Wahlkreis werden.
Mittwochabend hat sich Lesemann, die seit 2008 im Landtag sitzt, der SPD Laatzen bei einer Mitgliederversammlung erneut vorgestellt. Die Genossinnen und Genossen sprachen der Abgeordneten ihr Vertrauen aus, über die endgültige Aufstellung wird eine Wahlkreiskonferenz im April entscheiden.
„Ich freue mich, dass mir die Laatzener SPD erneut ihr Vertrauen ausgesprochen hat“, sagte Lesemann. Demnächst wird sich die 54-Jährige in Pattensen und Sehnde erneut vorstellen.
Lesemann, die in ihrer Fraktion hochschulpolitische Sprecherin ist und außerdem dem Fraktionsvorstand angehört, erinnerte zu Beginn ihrer Bewerbungsrede daran, wie umkämpft ihr Wahlkreis vor fünf Jahren gewesen sei: „Gemeinsam ist es uns nicht nur gelungen, diesen Wahlkreis direkt zu gewinnen, sondern auch die Landesregierung in Niedersachsen zu stellen“.
In den vergangenen vier Jahren habe Rot-Grün viele gute Veränderungen erreicht, Schwerpunkt sei dabei die Bildungspolitik gewesen. „Wir haben unser Wahlversprechen eingelöst und die Studiengebühren abgeschafft, was die Chancengleichheit erhöht hat und wodurch die Studienanfängerzahlen in Niedersachsen über dem Bundeschnitt gestiegen sind“, so Lesemann.
Mit einer breit angelegten Bildungsoffensive habe die Landesregierung mehr als eine Milliarde Euro zusätzlich in die Bildung investiert. „Mit Erfolg: Niedersachsen ist nicht länger Schlusslicht im Vergleich mit den anderen Bundesländern“, sagte Lesemann.
Bei allen bildungspolitischen Vorhaben der Landesregierung werde die sozialdemokratische Handschrift deutlich: Ziel sei es, dass die soziale Herkunft nicht länger die Bildungschancen einen jungen Menschen bestimmt. „Die Herkunft darf kein Schicksal sein. Das ist eine der Leitlinien unserer Politik für Teilhabe und soziale Gleichberechtigung. Bildung, Partizipation, Aufstiegschancen durch eigene Leistung müssen für alle Menschen in unserer Gesellschaft gleichermaßen gelten“, so Lesemann.
Anschließend skizierte Lesemann weitere umgesetzte Vorhaben von Rot-Grün: Die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren, die Beseitigung der Hürden bei der Einführung neuer Gesamtschulen, die Finanzierung der dritten Kraft in Krippen, ein Fachhochschulentwicklungsprogramm, das die Regionen stärkt, und die Wiedereinführung der Landeszentrale für politische Bildung.
„Die Liste ist natürlich noch viel länger – jeder einzelne Punkt zeigt, wie wichtig es ist, dass Rot-Grün ihre Arbeit auch nach der nächsten Landtagswahl fortsetzen kann“, betonte Lesemann.
Denn auch wenn schon viel erreicht worden sei, gebe es noch eine Menge zu tun. Als Beispiele nannte Lesemann die Einführung einer dritten Fachkraft auch im Kita-Bereich, den weiteren Ausbau der schulischen Sozialarbeit und die Umsetzung der Inklusion. „Diese Arbeit möchte ich in der nächsten Wahlperiode fortsetzen, Deshalb bitte ich Euch um Euer Votum für eine erneute Kandidatur bei der Landtagswahl am 14. Januar 2018 und würde mich über Eure Unterstützung freuen“, sagte Lesemann. Die Parteimitglieder kamen ihrer Bitte nach und bestätigten Lesemann bei einer Enthaltung als Direktkandidatin.