Die Kooperative Gesamtschule Sehnde wird an ihrem jetzigen Standort erweitert

Die Kooperative Gesamtschule (KGS) wird auf dem Gelände ihres jetzigen Standortes erweitert – wo genau steht aber wegen gegensätzlicher Auffassungen von CDU und SPD noch nicht fest. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Antrag der Grünen für Alternativen wird von CDU und SPD abgeschmettert

SEHNDE (hdb). Von den beiden großen Ratsfraktionen von CDU und SPD ist ein Antrag der Grünen zur künftigen Schulpolitik abgeschmettert worden. Die Bündnis-Grünen wollten mehr Zeit für eine perspektivische Planung gewinnen. Die Kooperative Gesamtschule soll nach dem Willen einer breiten Ratsmehrheit aber schnellstmöglich an ihrem jetzigen Standort erweitert werden.
Schon im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss hatten sich drei Tage vor der Ratssitzung Sozial- und Christdemokraten – trotz inhaltlich gegensätzlicher Standpunkte – darauf verständigt, zunächst eine Bauvoranfrage bei der zuständigen Genehmigungsbehörde zu stellen. Dadurch kann vorweg geprüft werden, welche der zwei favorisierten Varianten eines Erweiterungsbaus zeitnah genehmigungsfähig sind.
Wie berichtet, ist die Standortfrage auf dem Gelände der KGS mit ihren etwa 1.700 Schülern zwischen CDU und SPD umstritten. Während die Christdemokraten eine Fläche zwischen Mensa und Bonhoefferhaus bevorzugen, setzt sich die SPD für einen Teilabriss des Bonhoefferhauses und einen dreigeschossigen Anbau ein. In beiden Fällen müsste ein Eingriff in den Baumbestand des Papenholzes erfolgen.
„Es geht uns nicht nur um Bäume“, begann der Grünen-Fraktionsvorsitzende Günter Pöser seine Rede, in der er - letztlich vergeblich - um Zustimmung für „mehr Zeit“ warb, um „eine genauere Prognose für die Zukunft zu erstellen“.
Der Elternwille, die Entwicklung der Schülerzahlen und der Schullandschaft in zehn bis 15 Jahren hin vielleicht zum Gymnasium und einer Sekundarstufe I seien ohne Zeitdruck überlegenswert, anstatt jetzt „Entscheidungen in Beton zu gießen“.