Die Jüngsten mit der dicken Tuba eröffneten das Weihnachtskonzert der KGS Sehnde

Angetan mit Weihnachtsmützen eröffneten die jüngsten KGS-Schüler vom Blasorchester unter der Leitung von Henrike Tentrup tapfer das Konzert – und die dicke Tuba war von Anfang an mit dabei. (Foto: Susanna Veenhuis)
Sehnde: Kooperative Gesamtschule Sehnde |

Ein Beitrag von Susanna Veenhuis - Vielfältiges musikalisches Programm begeistert Eltern, Geschwister und Lehrer

SEHNDE (sv). Stolz applaudierten Eltern und Geschwister den vielen Schülern, die sich zum Weihnachtskonzert in der Kooperativen Gesamtschule Sehnde (KGS) mit einem Instrument auf die Bühne getraut hatten. Auch Lehrerschaft und Schulleitung zeigten sich beeindruckt von den Leistungen ihrer Schützlinge in nahezu allen musikalischen Sparten.
Gleich an zwei Tagen hintereinander mussten die jungen Musiker das Bühnenprogramm bewältigen; denn um des großen Andrangs Herr werden zu können, waren zwei Konzerte angesetzt worden.
Vorangegangen waren intensives Üben und viele Proben, das merkte man den Beiträgen an. Die Jüngsten vom Blasorchester aus dem fünften Jahrgang eröffneten – angetan mit roten Nikolausmützen – tapfer das Konzert mit „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, „Hänschen klein“ und „Jingle Bells“ .
„Man darf nicht vergessen, dass sie gerade im Herbst neu auf diese Schule gekommen sind“, kommentierte die Musiklehrerin und Dirigentin des jungen Orchesters, Henrike Tentrup, die beachtliche Leistung der Fünftklässler. Und auch die dicke Tuba kam diesmal gleich von Anfang an wirkungsvoll zum Einsatz.
Nicht weniger Einsatz zeigten auch die anderen Schüler, sei es an Geige und Querflöte, Harfe und Cello, Trompete und Posaune oder Piano und Schlagzeug. Auch die Lehrer trugen als Band „Paukerface“ unter anderem mit „'türlich, 'türlich“ von dem Hamburger Rapper Jan Delay ihr Teil zum Weihnachtskonzert bei. Souverän führten Nina Graumüller und Lennart Lesemann aus dem zehnten Jahrgang durch das Programm, wobei beide auch selber musikalisch mitwirkten. Dabei sparten sie auch nicht mit nett gemeinten Anspielungen auf die Eigenarten ihrer Lehrer, wie zum Beispiel bei dem Fachbereichsleiter Musik, Michael Möllers. Ihn bezeichneten sie als „den Mann, dessen Schal immer auf den Millimeter genau sitzt!“
Dies konnten die Besucher allerdings nicht direkt überprüfen, denn zum Auftritt des Jugendorchesters mit einem traditionellen Stück aus Irland, „Irish Jug“, erschien er ohne dieses wohl typische Accessoire.
Besonders verdient machten sich auch Aaron Laurig (Gitarre), Benedikt Bienert (Schlagzeug), Mike Komunski (Klavier) und Tobias Jäntsch (Kontrabass) um den Konzertabend. Sie intonierten nicht nur als „Jazz-Combo“ zusammen mit vielen anderen das lateinamerikanische „Sai daqui tristessa“ und den Titel „Hats“ der Band britischen Jazzband „Incognito“. Mit dezenten Jazzläufen lieferten sie als Rhythmus-Sektion „The Bright Backs“ auch die passende Pausen- und Hintergrundmusik für Ansagen und Bühnenumbau.
Begeistert bedankten sich die Schüler noch einmal coram publico bei ihrem Musiklehrer Dirk Hoffmann, dass er mit ihnen für zwei Tage nach Hamburg zum „Incognito“-Konzert gefahren ist. Und dankten auch der Schulleitung für die Genehmigung dazu.