Die „Berg“-Predigt eröffnet den bunten Familientag auf dem „Kalimandscharo“ Sehnde

Das Karussell in luftiger Höhe war ein besonderer Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Tausende strömen zum vierten Bergfest – Busunglück behindert anfangs den Transport

SEHNDE (hdb). „Da berühren sich Himmel und Erde“: Dieses bekannte Kirchenlied schien wie komponiert für den Auftakt zum Familientag am Sonntag auf dem „Kalimandscharo“. Der zweite Tag des vierten Bergfestes begann mit einem ökumenischen Gottesdienst – und mit einm Unfall: Einer der beiden Busse, die die Besucher in fünfminütiger Fahrt auf die Bergspitze transportieren sollten, fiel nach einem Unfall aus.
Das Fahrzeug war laut Augenzeugen mit einem nicht weit genug geöffneten Einfahrtstor kollidiert. Dabei war die Frontscheibe zu Bruch gegangen. Ehe ein Ersatzbus herangeschafft werden konnte, herrschte an der Talstation „ein bisschen Chaos“, wie ein Betroffener berichtete. Folglich luden die vier Sehnder Pastoren Peter Gerloff, Johann Christophers, Uwe Büttner und Hans-Jürgen Pabst auch erst mit etwa 25-minütiger Verspätung die mehr als 300 Gäste zum Gebet und zum Lobgesang ein.
Musikalisch bereicherten die Andacht mit einer zwischen den vier Seelsorgern aufgeteilten Predigt nach dem 1. Buch Moses , in dem es um vier Engel auf einer Himmelsleiter ging, in fast 100 Metern luftiger Höhe die Vereinigte Liedertafel, der Kirchenchor St. Maria und das TVE-Blasorchester. Zum Abschluss überreichte Pastor Büttner Vertreten aller 16 Sehnder Ortsteile symbolisch je eine Feder, die die christliche Botschaft in ihre jeweiligen Gemeinden weitertragen soll.
Danach gab Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke - nach Dankesworten an die beteiligten Vereine und Organisationen, die vielen ehrenamtlichen Helfer, an Sponsoren und das Rote Kreuz - den offiziellen Startschuss für den Familientag. Am Rande freute sich Lehrke über den gelungenen Vorabend mit etwa 3000 Besuchern trotz der Konkurrenz durch das Maschseefest. „Aber wir wollten an unserem bewährten Termin mit dem letzten Wochenende in den Sommerferien festhalten“, bekräftigte der Bürgermeister.
Laut Stadtmarketing-Chefin Ines Raulf beteiligten sich 20 Sehnder Vereine, Verbände, Organisationen und Gruppen an der Gestaltung des Familientages, an dem der Wind vormittags einige dunkle Wolken um den Berg herum blies. Ansonsten aber herrschten ideale äußere Bedingungen für ein fröhliches Fest, an dem ganz besonders auch Kinder bei Fahrgeschäften wie einer kleinen Eisenbahn und einem Kettenkarussell sowie einer großen Hüpf- und Kletterburg auf ihre Kosten kamen. Optische Reizpunkte setzten unter anderem die Reiterstaffel des DRK, die Wirringer Oldtimer-Freunde mit historischen Treckern, die TVE-Senioren- tanzgruppe und eine Kindertanzformation des Tanzhauses Celle.