Das Regionalmuseum Sehnfde zeigt seine 16. Sonderschau bis zum 1. Advent

Zehn Handwerksbetriebe zeigen in der 16. Sonderausstellung des Regionalmuseums auf dem Gutshof Rethmar „altes Handwerk im „Großen Freien“. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Sehnde: Regional Museum Sehnde |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Zehn Handwerksbetriebe präsentieren ihre Urkunden und Werkzeuge

SEHNDE/RETHMAR (hdb). Die Idee stammt noch vom ehemaligen Beisitzer Werner Walking, die Realisation wurdean drei Tagen ehrenamtlich in etwa 40 Arbeitsstunden geschaffen: Das Regionalmuseum zeigt in seiner 16. Sonderschau „Altes Handwerk im Großen Freien“.
Sogar eine Dampfmaschine hat es bis in die Ausstellung geschafft – und stiehlt so ein bisschen den übrigen Exponaten die Schau, wie Vorsitzender Erhard Niemann in seinen Begrüßungsworten befürchtete. Aber auch die übrigen Ausstellungsstücke aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts können sich sehen lassen. Zehn von zwölf angesprochenen Betrieben aus dem Gebiet des „Großen Freien“ haben sich daran von Meisterbriefen - der älteste stammt von 1899 – bis zu einer modellhaften Dachkonstruktion beteiligt.
Auch ein „Berichtsheft für die Lehrlingsausbildung im Schmiede- und Fahrzeugbau“, gedruckt 1970, und handwerkliche Geräte vom Bäcker, Sattler, Schmied oder Zimmerer sind zu bewundern. Die Festrede hielt vor zahlreichen Gästen Manfred Künnecke, der Ehren-Innungsmeister des Friseurhandwerkes. Er erinnerte an die alte Weisheit „ Handwerk hat goldenen Boden“, wollte den früher gebräuchlichen Spruch „Und ist das Handwerk noch so klein …“ für die heutige Zeit allerdings nicht mehr gelten lassen. Die in ungefähr 40 Arbeitsstunden von der Familie Niemann (Vater Erhard, seiner Ehefrau Regina und der gemeinsamen Tochter Katharina) geschaffene Ausstellung wird bis zur Winterpause zu sehen sein. Dann wird aber nicht mehr – wie bei der Eröffnung – jedesmal eine leckere ‚Mahlzeit und das hauseigene „Freienbier“ zu probieren sein.