Chor und neue Musikkurse für Kinder in der Kreuzkirche Sehnde

Verzeichnet bereits einen Nachfrageschub: Der Kinderchor "Kleinlaut", hier bei einer seiner Proben in der Sehnder Kreuzkirche. (Foto: Kgmde. Sehnde)
 
Diplom-Pädagogin Esther Dultz als Kursleiterin ist auch als Medizinische Sprachheilpädagogin und C-Kirchenmusikerin qualifiziert. (Foto: Kgmde. Sehnde)

„Horchmuschel“ für Rhythmische Erziehung für Kinder startet

SEHNDE (r/kl). In der Sehnder Kreuzkirche werden ab September verschiedene musikalische Angebote für Kinder angeboten, darunter auch der Kinderchor „Kleinlaut“ für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren.
Der "Kleinlaut"-Kinderchor besteht bereits seit Januar 2013, von anfangs acht Kindern ist die Zahl inzwischen auf 17 Sänger/innen angestiegen. Mit Probentermin an jedem Donnerstag von 16.00 bis 17.00 Uhr werden witzige, freche, besinnliche, nachdenkliche und christliche Kinderlieder gesungen. Beginn nach den Sommerferien ist am 11. September. Neue Teilnehmer/innen werden gebeten, sich zuvor anzumelden.
Ab dem 17. September startet auch die „Horchmuschel“, eine Rhythmische Erziehung für Kinder von vier bis sechs Jahren. Sie wird anschließend jeden Mittwoch von 15.15 bis 16.15 Uhr für die Dauer von 50 Minuten für jeweils acht Teilnehmer/innen angeboten. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro monatlich.
Rhythmik ist ein pädagogisches Prinzip, das durch Bewegung in Verbindung mit Musik und Sprache zu ganzheitlichem Lernen führt.
Folgende Lernbereiche werden über die Aufgabenstellungen in der Rhythmikstunde gleichzeitig angesprochen:
- Sensorik (verschiedene Wahrnehmungsbereiche wie Hören, Sehen, Fühlen . . .),
- Motorik (Differenzierung der Bewegungsarten, Grob- und Feinmotorik, Reaktions- und Koordinationsvermögen, Geschicklichkeit),
- Kreativität (Gestaltungsaufgaben),
- Emotionaler Bereich (Übernahme von Rollen, Figuren),
- Kognitiver Bereich (Erfahren, Erkennen, Benennen),
- Sozialer Bereich (Führen und Folgen, Aufgaben alleine und in der Gruppe) und
- Sprache (Begriffsbildende Übungen, Strukturierung von Bewegung und Musik durch Sprache).
Es handelt sich um einen ganzheitlichen Lernansatz, bei welchem durch Eigentätigkeit der gesamte Entwicklungsprozeß des Kindes gefördert wird. Dies gewinnt in einer zunehmend medialisierten und technisierten Welt immer mehr an Bedeutung.
Das Kind wird zu einer Begegnung und Auseinandersetzung mit der „musikalischen Bewegung“ oder der „bewegten Musik“ geführt. Verschiedenste Instrumente und Materialien (Reifen, Bälle, Seile etc.) werden in die thematisch ausgerichteten Stunden eingebracht. Auch der Spaß kommt dabei nicht zu kurz.
Darüber hinaus wird ab dem 16. September jeden Dienstag ab 15.15 Uhr über jeweils 50 Minuten Rhythmische Erziehung auch für sprachauffällige Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren in der Gruppe bis zu acht teilnehmer/innen angeboten.
Die Möglichkeit der Förderung von sprachauffälligen Kindern (Sprachentwicklungsstörungen, Stottern . . .) durch Musik und Bewegung gründet in den Transfereffekten, indem Fähigkeiten erworben werden, die auch beim Sprechen/bei der Kommunikation erforderlich sind.
Sprache kann den Bewegungsablauf und die Musik führen, strukturieren und gestalten! Umgekehrt kann Bewegung Sprache anbahnen und herauslocken sowie Begriffsbildung unterstützen.
Ziele sind die Förderung des Eindrucks- und Ausdrucksverhaltens, die Koordination von Bewegung und Sprache, der Abbau von Sprechhemmungen und die Erhöhung der Handlungskompetenz. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro monatlich.
Ab 11. September ist auch Einzelunterricht für Klavier und Blockflöte zu Terminen nach individueller Absprache möglich.
Nähere Informationen und Anmeldungen gibt es bei der Diplom-Pädagogin Esther Dultz, die auch als Medizinische Sprachheilpädagogin und C-Kirchenmusikerin qualifiziert ist, unter Telefon (05138) 70 99 191.