Bundesverkehrsministerium: Ausbau des Stichkanals kommt

Bei ihrem Gespräch waren sich (v.l.) Kurt Machens, Andreas Lücke, Eckart von Klaeden, Enak Ferlemann und Wolfgang Moegerle sich einig: Der Stichkanalausbau kommt! (Foto: ILEK Region)

Projekt im Zusammenhang mit dem Schleusenneubau Bolzum

SEHNDE/BOLZUM/HILDESHEIM (r/kl). Der Bund steht zu seiner Verpflichtung gegenüber dem Land Niedersachsen, den Stichkanal Hildesheim auszubauen. Dies erfuhren Oberbürgermeister Kurt Machens (Hildesheim), Bürgermeister Wolfgang Moegerle (Algermissen) und Bürgermeister Andreas Lücke (Giesen) am Dienstag aus erster Hand bei ihrem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Enak Ferlemann.
Das Gespräch kam auf Vermittlung des Hildesheimer Bundestagsabgeordneten und Staatsministers Eckart von Klaeden zustande, der hieran ebenfalls teilnahm.
Der Ausbau wird notwendig, um größere Transportkapazitäten über den Kanal abwickeln zu können. Zugleich eröffnet er für die Unternehmen, die ihre Waren über die Wasserstraße transportieren, gute Wachstumschancen.
Die Stadt Hildesheim sowie die Gemeinden Giesen und Algermissen bleiben an das ökonomisch wie ökologisch günstige Wasserstraßennetz angeschlossen, zugleich wird die Region für eine gute Entwicklung gestärkt. Ferlemann verwies auch darauf, dass der Neubau der Schleuse Bolzum, deren Fertigstellung für den kommenden Herbst erwartet wird, nur im Zusammenhang mit dem Ausbau des Stichkanals gesehen werden könne.
Die Planfeststellungsverfahren für die Brücken sollen zügig abgeschlossen werden. Zur Forderung aus der Gemeinde Harsum nach dem Ersatz der Brücken, die wegen der Verbreiterung des Kanals abgerissen werden müssten, erklärte der Staatssekretär, dieser Ersatz könne nur in Betracht kommen, soweit ein Bedarf anerkannt und der Kostenrahmen eingehalten werde. Der Ausbau des Stichkanals selbst stehe aber nicht in Frage.
Auch Eckart von Klaeden hält den Ausbau des Stichkanals im Interesse der Entwicklung des Nordkreises für notwendig, fügt aber hinzu: „Den berechtigten Belangen des Naturschutzes und der Landwirtschaft gerade im Harsumer Raum muss Rechnung getragen werden.“
Die Rathauschefs stellten fest, dass zwischen der Bundesregierung und ihnen Einvernehmen herrsche. Bürgermeister Lücke: "Es ist gut zu wissen, dass der Kanalausbau in Berlin nicht in Frage gestellt wird. Genauso wichtig ist aber auch, dass der Ausbau so umweltverträglich wie möglich realisiert wird und nochmals geprüft wird, welche Kanalbrücken erhalten werden können." Oberbürgermeister Machens freute sich über die Aussagen der Bundesregierung: „Damit erkennt der Bund die hohe Bedeutung des Stichkanals für die Wirtschaftsregion Hildesheim und die Logistikdrehscheibe in Hildesheim an.“ Bürgermeister Moegerle abschließend: „Damit bekommen die investitionsbereiten Firmen am Kanal ein deutlich positives Signal aus Berlin. Wir sind ein gutes Stück vorangekommen.“