Buchvorstellung „Eine Sehnder Jüdin kommt zurück“

Die Geschichte einer Jüdin, welche NS-Todeslager und Todesmarsch überlebt hat: Autor Hans-Hermann Seiffert zeichnet den Schicksalsweg von Gerda Wassermann nach, die im vergangenen Jahr wieder ihren Heimatort Sehnde besuchte. (Foto: Hartung-Gorre Verlag)
Sehnde: Rathaus Sehnde |

Gedenken an NS-Opfer in der KGS und im Rathaus Sehnde

SEHNDE (r/kl). Der 9. November wird auch in diesem Jahr als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in Sehnde genutzt.
Nach der Einweihung der Gedenktafel und der Veröffentlichung der Publikation zur Gedenktafel stellt die Projektgruppe "Stolpersteine" gemeinsam mit dem Buchautor Hans-Hermann Seiffert in diesem Jahr das gerade erschienene Buch über die Zeitzeugin Gerda Wasserman, geborene Rose, aus Sehnde vor.
Der Autor des Buches hat seine Kindheit in Sehnde verbracht und lebt heute in Konstanz. Hier ist er seit Jahren in der Erinnerungskultur aktiv und hat bereits einige Biographien über Opfer des Nationalsozialismus veröffentlicht.
Er begleitet aktiv die Arbeit der Projektgruppe "Stolpersteine" in Sehnde und hat nach den ersten Treffen mit der Gruppe schnell den Entschluss gefasst, ein Buch über Gerda Wasserman zu schreiben.
Nach monatelanger und ausführlicher Recherchearbeit, vielen Reisen und persönlichen Gesprächen konnte er das fertige Buch im Sommer 2016 veröffentlichen und im Oktober Frau Gerda Wasserman persönlich in New York überreichen.
Neben der Gedenkfeier am Abend des 9. November wird für die Schüler/innen der 10. und 11. Jahrgänge der KGS eine Buchvorstellung mit Fragestunde an den Autor stattfinden.
Die Schulveranstaltungen finden am 9. und 10. November jeweils von 9.40 bis 11.00 Uhr statt. Die Gedenkfeier im Rathaus ist öffentlich und wird am Mittwoch, 9. November, ab 19.00 Uhr im Ratssaal der Stadt Sehnde, Nordstraße 19, veranstaltet. Hier erwarten die Besucher neben der Buchvorstellung und einigen Redebeiträgen musikalische Beiträge und ein kleiner Imbiss.