Brennender Trecker im Unterstand in Dolgen setzt Rinderscheune in Brand

Hier war trotz des Großaufgebotes von Einsatzkräften nichts mehr zu retten: Blick auf den ausgebrannten Scheunenstall des Gehöftes in Dolgen. (Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde)

15 Rinder sterben - Zweiter Scheunenstall gerettet

DOLGEN (r/kl). Am Montag kam es im Sehnder Ortsteil Dolgen zu einem Brand auf
einem landwirtschaftlichen Betrieb, bei dem 15 Rinder starben.
Gegen 17.50 Uhr war in der Regionsleitstelle ein Notruf über einen brennenden Trecker unter dem Hangschauer auf einem bäuerlichen Gehöft in Dolgen eingegangen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzräfte standen der Trecker und die Scheune, auf deren Boden Stroh gelagert wurde, bereits im Vollbrand. Für die in der Scheune gehaltenen Rinder kam bereits jede Hilfe zu spät.
Das Übergreifen auf eine angrenzende Scheune, in der ebenfalls Stroh gelagert und
weitere Rinder gehalten wurden, konnte durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr
verhindert werden. Zur Unterstützung wurden die Stadtfeuerwehr Lehrte sowie die
Ortsfeuerwehr Mehrum nachgeordert. Wegen der schlechten Löschwasserversorgung
durch das Hydrantennetz im Ort, musste eine Langewegstrecke vom Mittellandkanal
aus aufgebaut.
"Gegen 19.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle gebracht. Die Nachlöscharbeiten dauerten aber noch bis in den späten Abend an", berichtete Feuerwehrsprecher Chris Rühmkorf.
Die Brandermittler der Polizei gehen von einem technischen Defekt an dem Traktor als Brandursache aus. Der entstandene Schaden wird auf 180.000 Euro geschätzt.
Im Einsatz war die Stadtfeuerwehr Sehnde mit der "Einsatzleitung Ort (ELO)" und den
Ortsfeuerwehren Dolgen, Haimar, Evern, Rethmar, Klein Lobke, Sehnde und Müllingen-Wirringen. Unterstützt wurden die Sehnder Einsatzkräfte aus der Stadtfeuerwehr Lehrte von den Ortsfeuerwehren Hämelerwald und Immensen, aus der Gemeinde Hohenhameln die Ortsfeuerwehr Mehrum mit mehreren Fahrzeugen und 161 Einsatzkräften sowie Polizei, Kriminalpolizei, Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Tierarzt.