Börderegion um Sehnde gibt zum sechsten Mal Jobbörse mit über 500 Daten heraus

Hoher Besuch in der Gesamtschule: Die neueste Ausgabe der „Jobbörse“ stellen (von links) Gundolf Kemnah, Lutz Erwig, Helga Akkermann, Wolfgang Moegerle und Carl Jürgen Lehrke vor. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Praktikums- und Ausbildungsplätze sollen die Berufsorientierung erleichtern

SEHNDE (hdb).Für mehr als 200 Schülerinnen und Schüler der Kooperativen Gesamtschule wird das 40 Seiten starke Heft eine wertvolle Orientierungshilfe sein: Die ILEK-Börderegion hat ihre sechste „Jobbörse“ herausgegeben. Sie listet mehr als 500 Ausbildungs- und Praktikumsplätze in den Kommunen Sehnde, Algermissen, Harsum und Hohenhameln auf.
Im Medienzentrum der KGS stellten Schulleiterin Helga Akkermann sowie die Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (Sehnde), Gundolf Kemnah (Harsum), Lutz Erwig (Hohenhameln) und Wolfgang Moegerle Algermissen) die pinkfarbene Broschüre mit einer Auflage von 1400 Exemplaren vor. Sie werden an allen weiterführenden Schulen im Einzugsgebiet der Börderegion verteilt. Zu diesem Verbund hatten sich 2008 die vier Kommunen auf der Basis eines „Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes“ (ILEK) zusammengeschlossen.
Bei der Präsentation im KGS-Medienzentrum erfuhren die Bürgermeister von den intensiven Bemühungen und vielseitigen angeboten der Schule, Jugendlichen auf dem Weg zur Berufsfindung zu helfen. Wie Fachbereichsleiter Helmut Glameyer und mehrere Zehntklässler berichteten, reiche die Palette vom Trainieren von Bewerbungsschreiben über zweiwöchige Praxistage im neunten Jahrgang bis zu einer Wiederholung für den zehnten Jahrgang jeweils eine Woche vor den Herbstferien. Zur Beratung stehe auch eine Sozialpädagogin zur Verfügung, und lokale Betriebe wie Fotomeister Thiele oder Holcim stellten ihre Ausbildungsberufe direkt im Unterricht vor.
Schulleiterin Helga Akkermann brachte die Idee für einen „Tag der Betriebe“ ins Gespräch und mahnte: „Wir müssen noch erfinderischer werden.“ Bei den Schülerinnen und Schülern des zehnten Jahrganges an der KGS haben die steten und früh einsetzenden Bemühungen zur Berufsorientierung allerdings schon Früchte getragen: Fast alle Jugendlichen wussten bereits, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll – auch wenn nicht jeder seinen „Traumberuf“ verwirklichen kann und sich mancher Frust angestaut hat, weil auf viele Bewerbungen keine Antworten erfolgen.