Beim Neujahrsempfang der Kreuzkirche steht der Klimawandel im Mittelpunkt

Die Sternsinger Lara, Paula, Marit und Jana baten am Ende des Gottesdienstes die Besucher um eine Spende für notleidende Kinder. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Sehnde: Ev.-luth. Gemeindehaus Mittelstraße |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Thomas Hauf von der Leibniz-Universität erläutert Ursachen des Treibhauseffektes

SEHNDE (hdb). „Klimapolitik ist Friedenspolitik“: Mit dieser These hat Thomas Hauf als Gastreferent des Neujahrsempfanges im Gemeindesaal der Kreuzkirche den Nerv seiner annähernd 100 Zuhörer getroffen. Für den Kirchenvorstand legte die Vorsitzende Heidrun Golenia einen umfassenden Rechenschaftsbericht über das vergangene Jahr vor.
Ehe es traditionell den Neujahrssekt oder Orangensaft gab, gestalteten Pastorin Damaris Frehrking und ihr Amtsbruder Uwe Büttner am ersten Sonntag nach Epiphanias einen Gottesdienst. Das Ungewöhnliche diesmal: Zum einen baten vier Sternsinger um Spenden für Kinder auf den Philippinen, zum anderen stellte der Professor für Meteorologie und Klimatologie an der hannoverschen Leibniz-Universität die Frage „Der Klimawandel – und was er für uns bedeutet“.
Die Antworten des Experten fielen klar und einleuchtend aus. Als allgemeine Ursachen des schädlichen Treibhauseffektes machte Hauf den Anstieg der Weltbevölkerung, das Streben nach verbesserten Lebensbedingungen und den technischen Fortschritt aus. Friedenspolitik und Nachhaltigkeit seien die wichtigsten und wirksamsten Gegenmaßnahmen.
„Die Kirchengemeinde als Baustelle“ wählte die Kirchenvorsteherin Heidrun Golenia als Überschrift für ihren Jahresrückblick, der auch von finanziellen Kraftakten durch die Kirchenrenovierung geprägt war. Aktuell musste sogar die bereits fest terminierte Einweihung verschoben werden, weil der neue Teppich nicht fristgerecht fertig wurde.
Als positiv konnte Golenia immerhin den abgeschlossenen Umbau des Gemeindehauses verbuchen. „Ich denke, die Räumlichkeiten können sich sehen lassen“, fasste die Rednerin das zufriedenstellende Ergebnis zusammen, das auch Anfangsschwierigkeiten mit der Heizungsanlage nicht trüben konnte.
Die Umbaumaßnahmen sind damit aber noch nicht abgeschlossen. Die Vorbereitungen zur Umgestaltung der unteren Wohnung im Vorderhaus des Gemeindehauses zu eine Erziehungsberatung der Region Hannover und einer Zweigstelle des Jugendamtes lassen immerhin erwarten, dass die vorerst letzte Baumaßnahme schon bald in Angriff genommen werden kann.
Kräftig gefeiert wurde 2013 auch: Das 275-jährige Bestehen der Kirche in Verbindung mit einem gelungenen Gemeindefest und die Einrichtung des Mittagstisches für Senioren vor 15 Jahren, an dem mittlerweile etwa 25 Gäste bewirtet werden.
Über Neuerungen konnten sich die Gemeindemitglieder auch freuen: Der Gottesdienst in einer Scheune am Heiligen Abend, ein Krippen-Gottesdienst für die Kleinsten und ein Krabbel-Gottesdienst mit Tauferinnerung mit Eltern und Großeltern.
Die Vorsitzende lobte die gute Zusammenarbeit mit der Kommune und anderen örtlichen Institutionen, dankte den vielen Ehrenamtlichen für ihr Engagement und sagte zusammenfassend: „Das vergangene Jahr war alles in allem ein sehr erfolgreiches in unserer Gemeinde. Auch für die Zukunft ist abzusehen, dass es nicht langweilig wird. Es ist ein buntes Miteinander und Füreinander.“